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| 22:17 Uhr

Naturschutz
Mit vereinter Kraft für die Fledermaus aktiv

Gert Müller-Hagen führt die Naturschützer durch den Schlosspark.
Gert Müller-Hagen führt die Naturschützer durch den Schlosspark. FOTO: Renate Kupfer
Großkmehlen. Naturschützer des Raumes Senftenberg nehmen Kirche und Schloss Großkmehlen genauer in den Blick.

Optimale Bedingungen haben Fledermäuse, besonders das Große Mausohr, im Turm der St. Georg-Kirche in Großkmehlen. Die Kirchengemeinde und die Naturschützer des Regionalverbandes Senftenberg des Naturschutzbundes Deutschlands (Nabu) arbeiten zusammen, um die Art zu schützen. Aus Sicherheitsgründen ist der Turm aber zur jüngsten Mitgliederversammlung nicht bestiegen worden. Artenbetreuer Günter Walczak aus Großräschen aber zeigte beeindruckende Fotos der Tiere.

„Von diesem Schatz wusste ich bisher noch nichts, diese Fotos kommen mit Zustimmung des Fotografen in unsere Ortschronik,“ sagt Gert Müller-Hagen, der Bürgermeister der Gemeinde. Offensichtlich ist das Klangwunder, die 300 Jahre alte Silbermannorgel, den Fledermäusen in ihren Wochenstuben ein willkommenes Geräusch. Kantor Frank Schneider aus Linz hat eigens für die Naturschützer ein Orgelkonzert gegeben. „Das war ein unerwarteter und so noch nie erlebter Höhepunkt zu einer Mitgliederversammlung,“ stellt Klaus Peter Großmann aus Ruhland, Schatzmeister des Vereins, sichtlich beeindruckt fest.

Die Naturschützer haben vereint zugetsimmt, die Plakette „Fledermaus freundliches Haus“ der Kirche zu verleihen. Pfarrer Thomas Brilla und Fledermausexpertin Gisela Uhl aus Grünewalde haben gemeinsam einen würdigen Platz am Toreingang zur Kirche für diese Plakette ausgewählt. In diesem Jahr vergibt das Land Brandenburg drei Mal diese Anerkennung.

Leicht hatte es dieses Mal bei der Führung durch den Schlosspark der Bürgermeister der Gemeinde: Im schönsten Sonnenschein strahlten Buschwindröschen und das erste zarte Grün an den Laubbäumen, alles Zeichen des beginnenden Frühlings. Erstmals war Winfried Böhmer aus Vetschau in Großkmehlen und begeistert von diesem schön restaurierten Schlossensemble. Das er hier sogar die inzwischen sehr selten gewordene Dohlen entdeckte, freut den profunden Kenner der Natur zudem besonders.