Vom 28. März bis 23. April 2016 will die Sängerstadt mit sieben Konzerten wieder Mekka der Kammermusik sein. Im Mittelpunkt der Konzertreihe steht im Jahr seines 175. Geburtstages der böhmische Komponist Antonin Dvorák.

,,Die Stadt als Träger des Festivals hat mit den beiden Organisatoren wieder einvernehmlich ein tolles Programm auf die Beine gestellt", freut sich Bürgermeister Jörg Gampe auf die Konzertreihe. Auch 2016 steht das Schaffen eines Komponisten im Mittelpunkt. Nach zwei modernen Komponisten mit Richard Strauss und Dimitri Schostakowitsch habe man sich diesmal mit Antonin Dvorák (1841-1904) für Kammermusik mit romantisch-volkstümlichen Stilelementen entschieden, begründet Johanna Zmeck die Wahl. Das kompositorische Werk des Autodidakten Dvorák sei vielseitig, es habe sich an der Neuen Deutschen Schule und der Wiener Klassik orientiert wie an slawischer Volksmusik seiner Heimat und an Jazz-Elementen. Verschiedene Ensembles und Solomusiker vom Klavierquartett über einen Liederabend bis zum Kammermusikensemble unterstreichen die Vielseitigkeit. In jedem Konzert ist für musikalische Gegengewichte zu Dvorák mit Beethoven, Brahms, Bach und Mozart bis zu Reger gesorgt. Ein besonderes Highlight bietet das Eröffnungskonzert am Ostermontag. Das Weimarer Klavierquartett, das mit den Organisatoren Johanna Zmeck (Klavier) und Nassib Ahmadieh (Cello) Kultstatus beim Eröffnungskonzert des Festivals genießt, wird neben Dvorák und Beethoven auch den zeitgenössischen libanesischen Komponisten Houtaf Khoury, ein Freund Ahmadiehs, mit einer Welturaufführung zu Gehör bringen. Khoury hat das Werk dem Weimarer Klavierquartett gewidmet. Gern würden die Finsterwalder Organisatoren den Komponisten bei der Uraufführung dabei haben.

Auch für die folgenden Konzerte mit dem Duo 9, dem Trio Martinu aus Prag, dem Offenburger Streichtrio und für einen Liederabend mit Marie Seidler und Daniel Heide wird das Finsterwalder Logenhaus tolle Festivalatmosphäre bieten. Besonders freue man sich, so Johanna Zmeck, dass ein Ensemble aus dem Heimatland des Komponisten verpflichtet werden konnte. ,,Das Festival hat inzwischen einen so guten Ruf, dass wir die Ensembles unter vielen Angeboten auswählen und damit hohe Qualität sichern können", sind Zmeck und Ahmadieh glücklich. Zum Abschluss erklingt am 23. April in der Trinitatiskirche Dvoráks Bläserserenade in d-Moll gespielt vom Kammerorchester ensemble ponticelli. Das sind Berufsmusiker aus dem Raum Dresden.

Eine Herzensangelegenheit ist es für die Organisatoren, Konzerte für Kinder anzubieten. Es wird in Kontakt mit den Schulen eines für Kinder und eines für Jugendliche geben. ,,Wir würden uns sehr über weitere Spenden zur Festivalfinanzierung freuen", wirbt zudem der Bürgermeister.

Anspruchsvolle Weihnachtsgeschenke sind gesichert; denn ab 1. Dezember läuft der Ticketverkauf - diesmal auch online.

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