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Valentinstag In Senftenberg
Mit der rosaroten Brille durch den Tag

Bei Blumen Mädler in der Senftenberger Bahnhofstraße verkaufen Inhaberin Anett Reichel und ihre Kolleginnen etwa 800 Rosen am Valentinstag.
Bei Blumen Mädler in der Senftenberger Bahnhofstraße verkaufen Inhaberin Anett Reichel und ihre Kolleginnen etwa 800 Rosen am Valentinstag. FOTO: Josephine Japke / LR
Auf den Valentinstag freuen sich nicht nur Romantiker, sondern auch Blumenhändler, Delikatessen-Läden und Restaurants. Von Josephine Japke

Herzchen so weit das Auge reicht: in rot und weiß, gesteckt aus Blumen, mit Kreide oder Stiften auf Straßen und Schilder gemalt, verpackt als Konfekt in süßen Schachteln. Ob man will oder nicht – niemand kann sich dem Valentinstag entziehen. Womit die Senftenberger an diesem Tag ihren Liebsten eine Freude bereiten, hat die RUNDSCHAU in Erfahrung gebracht.

Neben dem Partner sind Blumenhändler heute wohl die gefragtesten Menschen der Stadt, das spüren auch Anett Reichels Mitarbeiterinnen bei Blumen Mädler in der Senftenberger Bahnhofstraße. „Gestern waren wir mit Vorbereitungen beschäftigt und haben viele Sträuße gebunden. Heute beginnt gleich ab morgens der Kundenbetrieb, denn viele wollen den Strauß für den Partner frisch kaufen“, erklärt Inhaberin Anett Reichel. Hinzu kommen die Auslieferungen durch Fleurop: 20 Stück an der Zahl im Stadtgebiet Senftenberg und allen Ortsteilen.

Besonders beliebt ist der Klassiker: die rote Rose. Etwa 800 Stück gehen bei Blumen Mädler für den Valentinstag über den Ladentisch. 30 allein für einen Fleurop-Strauß im Wert von 120 Euro. „Auch Frühlingsblüher oder Topfpflanzen für den Garten sind sehr beliebt“, sagt Anett Reichel. Doch wer wegen dieser Zahlen glaubt, der Valentinstag sei der umsatzstärkste Tag des Jahres, der täuscht sich. „Am 8. März, dem Internationalen Frauentag, verkaufen wir noch mehr. Gerade der älteren Generation ist dieser Tag noch immer wichtig. Außerdem bestellen viele Betriebe für ihre Mitarbeiterinnen einen Strauß“, erklärt die Fachfrau.

Für alle Blumen-Liebhaber hat Anett Reichel einen Tipp, wie die bunten Sträuße besonders lang frisch bleiben: „Frisch anschneiden und ein Frischemittel dazugeben. Aber auch saubere Vasen sind sehr wichtig. Vasen sollten nicht nur ausgespült, sondern auch mal geschrubbt werden“, sagt die Expertin.

Ein Problem mit langer Haltbarkeit hat Dieter Körner nicht. Denn seine Delikatessen sind dafür gemacht, sofort verzehrt zu werden. „Wir sind gut vorbereitet und haben Pralinen, Präsentkörbe und Sekt im Angebot“, sagt der Inhaber des Genussmittelladens in der Schloßstraße. Trotzdem hat er sich mehr vom Tag der Liebenden erhofft. „Der Online-Handel macht uns ganz schön zu schaffen. Valentinstag und Muttertag sind nicht mehr das, was sie mal waren“, erklärt Dieter Körner.

Dass Liebe durch den Magen geht, meint auch Simone Mihlan. Nicht umsonst hat die Direktorin des Seehotels Großräschen wieder ein Valentinstags-Menü auf die Beine gestellt, das Verliebte auf Wolke 7 befördern soll. „Wir haben ein Drei- und Vier-Gänge-Menü vorbereitet. Zum Hauptgang wird es gebratenen Rücken und geschmortes Bäckchen vom Kalb geben“, erklärt sie ohne zu viel zu verraten. Zum Nachtisch kommt der König des Desserts auf den Tisch: Schoko-Soufflé. Für Kurzentschlossene, die weder Blumen noch Pralinen besorgt haben, gibt es auch noch ein paar freie Plätze. „Und so ein gutes Essen kann man auch als Single genießen“, sagt Simone Mihlan mit Überzeugung.