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| 02:53 Uhr

Millionen-Spatenstich in Schwarzheide

Christoph Schmidt (Bürgermeister/v.l.), Markus Heldt (Leiter des Unternehmensbereichs Crop Protection der BASF) und Henning Heidemanns (Wirtschaftsstaatssekretär) vollziehen am 21.12.2012 in Schwarzheide den ersten Spatenstich für die zweite Erweiterung der Produktiosanlage zur Herstellung des Pflanzenschutzwirkstoffes F 500.
Christoph Schmidt (Bürgermeister/v.l.), Markus Heldt (Leiter des Unternehmensbereichs Crop Protection der BASF) und Henning Heidemanns (Wirtschaftsstaatssekretär) vollziehen am 21.12.2012 in Schwarzheide den ersten Spatenstich für die zweite Erweiterung der Produktiosanlage zur Herstellung des Pflanzenschutzwirkstoffes F 500. FOTO: Bernd Settnik (dpa-Zentralbild)
Schwarzheide. Die BASF setzt auf die Lausitz. Für mehr als 100 Millionen Euro erweitert das Chemiewerk in Schwarzheide seine Pflanzenschutzproduktion. Am Freitag war Spatenstich. Bettina Friedenberg und Peter Jähnel / (mit dpa)

Es ist die bisher größte Einzelinvestition am BASF-Standort in Schwarzheide. Produziert werden soll noch mehr von dem Pflanzenschutzwirkstoff F 500®. Denn das Fungizid hat sich als Erfolgsrenner erwiesen. Und das Unternehmen reagiert nach eigenen Angaben auf den kontinuierlich wachsenden Bedarf an diesem Wirkstoff.

F 500® werde seit 2001 weltweit nur von der BASF Schwarzheide GmbH (Oberspreewald-Lausitz) hergestellt. Es verbessere die Gesundheit von Pflanzen wie Mais, Gerste, Soja, Tomaten, Trauben oder Blattsalat.

"Mit dem Produktionsausbau will das Unternehmen das Profil des Standorts für Spezialitäten schärfen", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Karl Heinz Tebel. Das sei eine strategische Ausrichtung nach der für 2015 geplanten Stilllegung der TDI-Anlage. Der BASF-Konzern baut in Ludwigshafen eine Großanlage zur Produktion des Kunststoffs TDI. Für Schwarzheide bedeutet das: etwa 300 der rund 1800 Stellen fallen dadurch weg.

Die neue Anlage in Schwarzheide soll 2014 in Betrieb gehen. Insgesamt investiert der Unternehmensbereich Crop Protection der BASF mehr als 200 Millionen Euro in Schwarzheide, in Ludwigshafen und in Sparks (USA), um mehr Fungizid produzieren zu können. Die Chemie- und Kunststoffindustrie in Brandenburg beschäftigt rund 10 000 Mitarbeiter. 2011 erwirtschafteten sie drei Milliarden Euro Umsatz, eine Milliarde davon in Schwarzheide.