| 02:44 Uhr

Michalina hatte viele Lebensretter am Großsee

Cottbus. Die RUNDSCHAU hatte in der vergangenen Woche im Artikel "Michalina trifft ihren Lebensretter" (LR vom 22. September) über Ingbert Noack berichtet, wie er am 10. Rüdiger Hofmann

Juni 2017 die siebenjährige Michalina Lesniak aus Zielona Gora (Polen) vor dem Ertrinken im Großsee bei Tauer gerettet hat. Nach jüngsten Recherchen hat sich nun ergeben, dass bei der Rettung nicht nur er, sondern viele weitere Helfer in Aktion waren.

"Ich war mit meinem Sohn am Großsee beim Spielen, da hörte ich plötzlich Hilfeschreie", erinnert sich Dr. Pauline Vörös, Ärztin aus Berlin. Schnell wurde klar, dass ein Mädchen vermisst wird und nach ihren Tauchübungen nicht mehr gesehen wurde. Die Ärztin reagierte sofort, sprach Leute im direkten Umfeld an und bat, bei der Suche nach dem vermissten kleinen Mädchen zu helfen.

"Aus dem Wasser geholt wurde Michalina dann wenig später von zwei jungen Männern, die auf dem Campingplatz am See vor Ort waren", sagt Pauline Vörös. Sie unternahm daraufhin mit ihrem Partner, dem Krankenpfleger Lukas Eberle, die ersten Wiederbelebungsversuche. "Wir beatmeten die kleine Michalina und machten eine Herz-Druck-Massage. Parallel dazu wurde von einem weiteren Mann der Notruf abgesetzt", so Vörös.

Ingbert Noack kam dann wenig später hinzu und half bei der Wiederbelebung. Die gesamte Rettungsaktion vor Ort dauerte etwa eine halbe Stunde. "Mir ist wichtig, dass es Michalina heute gut geht und dass so viele Leute an der Rettung beteiligt waren", sagt Vörös. Andere Zeugen bestätigen gegenüber der RUNDSCHAU, dass die Rettungskette inklusive des Auffindens von Michalina, des Notrufs, der Wiederbelebung des Mädchens bis zur Aufnahme im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum von mehreren Beteiligten gut organisiert war. Michalina hat den Unfall sehr gut überstanden.