| 15:31 Uhr

Bergbaufolgen
Meuroer Graben wird von Eisenschlamm befreit

Der Meuroer Graben wird derzeit von Eisenschlamm befreit.
Der Meuroer Graben wird derzeit von Eisenschlamm befreit. FOTO: Martin Konzag
Drochow. Neuer Großeinsatz auf fast zwei Kilometern Länge gegen den Eisenhydroxidschlamm gestartet.

Entlang der Landesstraße von Meuro nach Freienhufen türmen sich Schlammberge. Der Gewässerverband „Kleine Elster – Pulsnitz“ beräumt den Meuroer Graben. Das teilt Martin Konzag, Bauamtsleiter und Sprecher der Gemeinde Schipkau, mit. „Der rotbraune Schlamm entsteht auf natürlichem Wege beim Einleiten von Grubenwasser aus dem angrenzenden Restloch Westmarkscheide, dem Meuroer See“, erklärt er. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) finanziert die Arbeiten deshalb aus dem Topf der Braunkohlesanierung.

Mit gelängegängiger Technik werden etwa 10 000 Tonnen Eisenhydroxidschlamm zum Sammelplatz transportiert. Dort wird der Aushub nochmals gemischt, auf straßenzugelassene Lastkraftwagen verladen und nach Spremberg abtransportiert. „Die feuchte Witterung macht uns derzeit zu schaffen“, sagt Bauleiter Gerhard Katschner. „Wir müssen auch die Transportwege zusätzlich befestigen.“ Ein rund 1900 Meter langer Abschnitt des Gewässers zwischen Meuro und dem Restloch Westmarkscheide werden von den eisenhaltigen Ablagerungen befreit.

„Seitens der Gemeinde sind wir sehr froh, dass diese Gewässerberäumung kontinuierlich stattfindet“, erklärt Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU). „Denn damit werden der Wasserabfluss gesichert und auch ein Beitrag geleistet, die Probleme mit Schichtenwasser zu minimieren.“ Begrüßt werde ausdrücklich, dass Transportstrecken für den Eisenschlamm außerhalb der Ortslagen Drochow und Meuro gefunden wurden.

(kw)