ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:30 Uhr

Hausarztmangel in OSL
Nicht nur reden, endlich handeln

 Andrea Budich
Andrea Budich FOTO: Steffen Rasche
Wer in Lauchhammer und Schwarzheide zum Hausarzt will, hat’s schwer. Auch in Senftenberg, Großräschen und Ortrand sind die Wartezimmer voll. Noch schlechter sieht es auf dem flachen Land aus.

 Damit sich mehr  junger Ärzte-Nachwuchs nach dem Studium für die Lausitz entscheidet, muss die Politik sich endlich bewegen und nicht nur große Reden schwingen. Nordrhein-Westfalen macht es vor. Als erstes Bundesland will es eine Landarztquote im Medizinstudium einführen, mit der der Numerus Clausus umgangen werden kann. Eine festgelegte Anzahl Studienplätze wird dann für Bewerber reserviert, die sich verpflichten, zehn Jahre  als Hausarzt  in einer  unterversorgten Region zu arbeiten. Auch in Bayern und Rheinland-Pfalz  sind Landarztquoten im Gespräch. Brandenburg indes will mit einem 3-Punkte-Programm dem Ärztemangel entgegen steuern. Ob sich Absolventen aber mit einer 500 Euro-Prämie tatsächlich in die Provinz locken lassen, scheint wohl eher unwahrscheinlich.