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| 13:32 Uhr

Übrigens
Mein inneres Alter

 Daniel Roßbach schreibt für die Senftenberger Lokalredaktion der RUNDSCHAU.
Daniel Roßbach schreibt für die Senftenberger Lokalredaktion der RUNDSCHAU. FOTO: lr / LR
Senftenberg. In der Kolumne „Übrigens“ versucht unser Autor, eine Einstellung zu seinem inneren Alter zu finden. Von Daniel Roßbach

Vor Kurzem sagte ein Freund zu mir, dass ich innerlich schon 40 Jahre alt sei. Er wollte damit erklären, warum ich mich wenig für ein pop-kulturelles Phänomen begeistern konnte. Doch ich war mir nicht ganz sicher, was ich davon halten sollte: Schließlich bin ich in anderen Hinsichten, unter anderem der tatsächlich zeitlichen, in meinen 20ern.

Aber ich kann auch nicht behaupten, dass ich überhaupt nicht sehe, was er meint. Das wurde mir gerade erst hier in Senftenberg deutlich vor Augen geführt. Denn als ich dieser Tage durch die Theaterpassage spazierte, sah ich einen Radfahrer, der im Fahren auf sein Handy schaute. Und ich spürte in diesem Moment in einem Teil von mir den Wunsch, ihn dafür zu ermahnen.Der Grund, aus dem ich mich dann doch zurückhalten konnte, hatte aber auch mit dem Alter zu tun. Denn es kam mir dann doch falsch vor, einen offenbar über 60-Jährigen für seinen Umgang mit moderner Technik zu ermahnen.