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| 18:25 Uhr

Kommentar zum munitionsbelasteten Wald bei Arnsdorf
Land muss von allein untersuchen

FOTO: LR / Sebastian Schubert
Die Region rings um das ehemalige Brabag-Werk in Schwarzheide ist noch immer tonnenweise mit alter Weltkriegsmunition verseucht.

Als besonders stark belastet schätzt Sprengmeister Enrico Schnick ein Waldstück bei Arnsdorf ein, wo die Deutsche Wehrmacht vermutlich ein Munitionslager betrieb. Er betont, dass von hier eine echte Gefahr ausgeht. Um das Gelände zu untersuchen, müsse das Amt Ruhland den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei beauftragen. Doch das Amt macht das nicht – weil es die Gefahr dieses als Verdachtsfläche definierten Waldstückes nicht einschätzen könne und die Kostenfrage stellt. Die Argumente sind zwar nachvollziehbar, aber bei so einem hochexplosiven Thema nicht tauglich. Das Land muss hier die Zuständigkeiten überdenken und ändern. Wenn ein Gebiet als munitionsbelastet sicher gilt, muss es von selbst handeln und nicht auf einen Auftrag eines Amtes warten.