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Kommentar
Kleingärtner ärgern sich zu Recht

Jan Augustin
Jan Augustin FOTO: Sebastian Schubert / LR
Meinung Von Jan Augustin

Die Wut der alteingesessenen Laubenpieper in Niemtsch ist absolut nachvollziehbar. Sie waren es schließlich, die die Wüsten­landschaft vor 40 Jahren erst urban gemacht haben. In unzähligen Aufbaustunden schafften sie sich ihr Kleinod auf dem damals staatseigenen Boden. Dann kam die Wende und damit auch der Verkauf von Flächen. Die Stadt Senftenberg verpasste es damals, für klare Verhältnisse zu sorgen. Nun hat die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH als bundeseigenes Unternehmen ihren Anteil verkauft - an den mit dem dicksten Geldbeutel. Die Stadt schmiss das Handtuch, als die Summe immer weiter nach oben stieg und schließlich die Hunderttausender-Marke überschritt. Was der neue Eigentümer nun vorhat, ist noch unklar. Schwer vorstellbar ist jedoch, dass er seinen hohen Einsatz mit Pachtzinsen wieder reinholen will. Zum jetzigen Zeitpunkt sind ebenso auch die Gedankenspiele um ein neues Bauland am Senftenberger See nicht wirklich realistisch. Denn an den Flächennutzungsplan, der nur durch die Ratsrunde geändert werden kann, muss sich auch der neue Eigentümer halten.