ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:56 Uhr

Übrigens
Ein jedes Ding an seinem Ort?

Torsten Richter-Zippack
Torsten Richter-Zippack FOTO: Steffen Rasche
Senftenberg. Über Ordnung lässt sich trefflich streiten. Jede hat seine Sicht und seine Erfahrungen - und lebt sie.

Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen, lautet eine landläufige Redewendung. Eine andere besagt: Ein jedes Ding an seinem Ort, erspart manch Ärger und manch böses Wort. Und eine Dritte: Aus den Augen, aus dem Sinn. Mag alles stimmen. Aber ist pure Ordnung nicht ein wenig langweilig? Wenn man mit geschlossenen Augen sagen kann, wo welches Buch liegt, welcher Schlüssel sitzt und welcher Ring steckt? Ist es nicht viel spannender und kribbelnder, wenn man sich Buch, Schlüssel und Ring erst erobern muss? Ist das Buch hinter den Schrank gerutscht? Wurde der Schlüssel im Handschuhfach vergessen? Und wo ist denn nur der Ring? Und was ist das für ein Erfolgserlebnis, wenn das vermeintlich Verlorene urplötzlich wieder auftaucht? Man fühlt sich befreit, fast wie neu geboren. Muss man das haben? Oder können Sie darauf verzichten? Sicherlich aber auf den Ärger und manch böses Wort. Sie wissen ja: Ein jedes Ding an seinem Ort.

(trt)