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| 11:27 Uhr

Übrigens
Da könnte man ausrasten

FOTO: Steffen Rasche
Kommt Ihnen folgende Szene bekannt vor? Sie stapeln im Supermarkt ihre gerade erworbenen Waren in die Einkaufsbeutel. Sie stellen den ersten vollen Beutel anschließend an eine Wand, um die zweite Tüte zu befüllen. Und was passiert?

Der Beutel denkt gar nicht daran, sich mit der Wand zu arrangieren. Er entscheidet sich einfach für die andere Richtung. Obst, Gemüse, Butter und Jogurtbecher purzeln durch den Markt. Der Blutdruck steigt, die Empathie sinkt. Endlich am Auto angekommen das gleiche Spiel: Der erste Beutel verschwindet im Kofferraum, fällt aber wieder genau in die entgegengesetzte Richtung. Äpfel verteilen sich auf der Ladefläche, Birnen landen auf dem Parkplatz. Die Wut steigt. Fast, so könnte man meinen, macht dies der Beutel mit voller Absicht. Und wie er einen schon angrient. Schadenfreunde schönste Freude? Iwo, es handelt sich, nüchtern betrachtet, nur um Physik. Genauer gesagt, um die Schwerkraft. Die lässt sich nicht ausschalten, es sei denn, man bewegt sich im Kosmos. Eigentlich logisch, oder? Und dennoch: Da könnte man aber mal richtig ausrasten. Und es dem bösen vollen Einkaufsbeutel mal zeigen, wer das Sagen hat. Aber ob sich der Beutel davon beeindrucken lässt?