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| 03:09 Uhr

Mehr Sicherheit vor Stromschlag für Störche und Großvögel

Senftenberg. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz gibt es in Zukunft mehr Sicherheit für Störche und andere Großvögel. Dafür hat der Netzbetreiber Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) das Mittelspannungsnetz mit Sicherheitstechnik für Großvögel ausgerüstet. pm/guc

Bis zum Ende des Jahres sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Nach Angaben des Unternehmens wurden dafür etwa 900 000 Euro investiert.

"Wenn sich große Vögel auf einem Strommast niederlassen, laufen sie an Mittelspannungsfreileitungen Gefahr, mit ihren Flügeln eine Verbindung zwischen den Leiterseilen herzustellen und einen Stromschlag zu erleiden. Das betrifft zum Beispiel Störche und Milane, deren Flügel eine hohe Spannbreite aufweisen", erklärt Adolf Schweer, technischer Geschäftsführer der Mitnetz Strom, einer Tochtergesellschaft der enviaM.

Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz wurden seit 2008 insgesamt rund 2000 Masten mit der Technik ausgerüstet. In den meisten Fällen wurden Stromleitungen in der Nähe des Mastes mit einer isolierenden Kunststoffhaube abgedeckt. Die gleiche Technik wurde bei rund 30 Trafostationen eingesetzt, in denen die Mittelspannungsfreileitungen enden.

Eine weitere Maßnahme zum Vogelschutz ist die Verkabelung der Leitungen. So wurde zum Beispiel die Freileitung von Vetschau nach Stradow auf einer Länge von rund 4,2 Kilometern unter die Erde verlegt. Im gesamten OSL-Kreis wurden rund 75 Kilometer Freileitung unter die Erde gebracht. Dadurch entfielen nach Unternehmensangaben ungefähr 800 Masten.

Grundlage für den Vogelschutz an Mittelspannungsfreileitungen ist die Umsetzung eines Bundesnaturschutzgesetzes. Netzbetreiber sind demnach verpflichtet, Gefährdungen für Großvögel durch Nachrüstung, Rückbau oder Ersatzmaßnahmen bis zum 31. Dezember 2012 abzustellen.