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| 18:32 Uhr

Tarifverhandlungen
Gewerkschaft fordert mehr Lohn im Rettungsdienst

Gewerkschafter Ralf Franke fordert mehr Lohn für die Senftenberger Rettungsdienst-Mitarbeiter
Gewerkschafter Ralf Franke fordert mehr Lohn für die Senftenberger Rettungsdienst-Mitarbeiter FOTO: Hilscher
Senftenberg. Die Gewerkschaft Verdi will für die 35 Beschäftigten in der Senftenberger Wache eine Entgelterhöhung durchsetzen. Von Josephine Japke

Für die 35 Rettungsdienstmitarbeiter der Senftenberger Rettungswache hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi eine Entgelterhöhung zwischen neun und 23,5 Prozent gefordert. Wie Verdi-Verhandlungsführer Ralf Franke mitteilt, soll außerdem schrittweise die Arbeitszeit von 48 auf 45 Stunden die Woche verkürzt werden. Jedoch sei bei den laufenden Tarifgesprächen mit dem Klinikum Niederlausitz als Träger der Rettungswache noch kein Tarifangebot unterbreitet worden.

Wovon die Senftenberger Rettungswache noch träumt, ist in Calau, Großräschen und Lübbenau seit diesem Jahr schon Realität. Dort erhalten die Rettungsdienstbeschäftigten je nach Tätigkeit und Berufserfahrung und Beschäftigungszeit seit dem 1. Januar zwischen neun und 23,5 Prozent mehr Entgelt, erläutert Ralf Franke. Im Durchschnitt verdiene ein Notfallsanitäter dort 20 Prozent mehr. Der Unterschied zu Senftenberg: Diese drei Wachen sind Teil der Tarifgemeinschaft des Landesverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Die Rettungswache in Senftenberg hingegen hat einen Tarifvertrag mit dem Klinikum Niederlausitz. Mit der Tarifforderung wolle die Gewerkschaft die Arbeitsbedingungen der Rettungsdienstbeschäftigten in Senftenberg nun angleichen. „Es gibt auch keinen Grund dafür, dass die Mitarbeiter in der Rettungswache in Senftenberg und in der Luftrettung weniger Entgelt erhalten sollen, als die Mitarbeiter in Calau, Lübbenau und Groß­räschen bekommen“, so Franke.

Zudem argumentiert der Gewerkschafter mit den im Oberspreewald-Lausitz-Kreis einheitlichen Gebühren für den Rettungsdienst. „Bei gleichen Gebühren für die Rettungsdiensteinsätze im Landkreis müssen auch gleiche Arbeitsbedingungen bei den Rettungsdienstbeschäftigten gelten“, sagt Franke. Es gebe keine Rechtfertigung dafür, wenn das Klinikum die erforderlichen Personalkosten für die Rettungswachen Senftenberg nicht vom Landkreis erstattet bekommen sollte.