ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:58 Uhr

Mehr Lohngrechtigkeit
Mehr Geld für 1310 Beschäftigte im Kreis Oberspreewald-Lausitz

Senftenberg. Die Ost-West-Lohnmauer in der Gebäudereinigung fällt.

(red/br) Gleicher Lohn in Ost und West: Die 1310 Reinigungskräfte im Landkreis Oberspreewald-Lausitz verdienen seit gut einem Monat dasselbe wie ihre Kollegen im Westen.Auch im Osten gilt in der Gebäudereinigung jetzt ein Mindestlohn von 9,55 Euro pro Stunde – ein Plus von 5,5 Prozent. Im Jahr 2020 schließt sich die Lohnlücke zwischen alten und neuen Bundesländern dann ganz. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Südbrandenburg mit.

Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft spricht von einem „Durchbruch“. Mehrfach hätten die Tarifverhandlungen wegen der Ost-West-Anpassung kurz vor dem Scheitern gestanden. „30 Jahre nach der Wende fällt nun endlich auch das letzte Stück der Lohnmauer“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzende Regina Grüneberg. „Wer Büros, Schulen und Krankenhäuser putzt, der macht überall die gleiche Arbeit. Das spiegelt sich nun auch auf dem Lohnzettel wieder.“ Alle 19 Reinigungsfirmen im Kreis Oberspreewald-Lausitz müssten das Plus nun zahlen.

Eine Reinigungskraft, die Vollzeit arbeitet, hat durch die aktuelle Erhöhung am Monatsende 87 Euro mehr im Portemonnaie. Gewerkschafterin Grüneberg rät den Beschäftigten der Branche, die Abrechnung zu prüfen. Auch Minijobber hätten Anspruch darauf. Wer dennoch leer ausgehe, bekomme Rat im IG BAU-Büro in Cottbus, Telefon 0355 7843690.