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| 12:34 Uhr

BTU-Student lobt Uni und günstige Miete in Senftenberg
Vom Molekül zum Material

 Björn Fiebig, der an der BTU in Senftenberg Materialchemie studiert, bei der Laborarbeit in der Arbeitsgruppe Physikalische Chemie.
Björn Fiebig, der an der BTU in Senftenberg Materialchemie studiert, bei der Laborarbeit in der Arbeitsgruppe Physikalische Chemie. FOTO: BTU Cottbus-Senftenberg
Senftenberg. Björn Fiebig studiert Materialchemie an der BTU Cottbus-Senftenberg. Der Student lobt die Bedingungen.

Mit der Pipette entnimmt Björn Fiebig einem Zentrifugenröhrchen die Probe einer durchsichtigen Lösung und gibt sie auf einen Graphitträger, der anschließend in einem Atomspektrometer positioniert wird. In dem Analysegerät wird die Probe auf über 2000 Grad Celsius erhitzt und in ihre Atome zerlegt, um diese untersuchen zu können. Diese Arbeiten sind Bestandteil eines Projektes der Arbeitsgruppe Physikalische Chemie unter Leitung von Prof. Dr. Jörg Acker, in das sich der Student der Materialchemie an der BTU in Senftenberg engagiert einbringt.

Wie BTU-Sprecher Ralf-Peter Witzmann weiter mitteilt, geht es hierbei um die Rückgewinnung von Kathodenmaterial aus gebrauchten Lithium-Akkus, um es in neuen Akkus wiederzuverwenden.

In einem anderen Projekt hilft Björn Fiebig, aus dem bei der Aluminiumsynthese anfallenden Rotschlamm wertvolle Materialien zu extrahieren, die einer Wiederverwendung zugeführt werden sollen. Einbezogen ist er auch in ein Projekt der Grundlagenforschung, in dessen Mittelpunkt Reaktionsmechanismen für das Lösen von Silizium in Flusssäure/Salpetersäure-Gemischen stehen.

Dabei hat der 26-jährige Berliner sein Studium im neuen Studiengang Materialchemie der BTU in Senftenberg erst zum Wintersemester 2018/19 aufgenommen. „Das kann nicht alles sein“, sagte er sich, nachdem er mit seiner Ausbildung zum Chemisch-Technischen Assistenten am Oberstufenzentrum Lise Meitner auch die Hochschulzugangsberechtigung erworben hatte.

Gemeinsam mit seiner Freundin Kimberly Primke, die an der BTU in senftenberg Biotechnologie studiert, kam er in die Lausitz. Sein Berufsabschluss bildet die ideale Voraussetzung, bereits so kurz nach Studienbeginn im Labor tätig zu sein und mit der modernen Technik, aber auch mit Gefahrenstoffen umzugehen.

„Das Studium der Materialchemie ist wirklich interessant und abwechslungsreich. Meine bisherigen Erfahrungen sind insgesamt sehr positiv. Ich denke hier an die intensive Betreuung durch Professoren und Mitarbeiter sowie den Studierendenservice, an die moderne Ausstattung und natürlich die aktive Einbeziehung in Forschungsprojekte“, sagt Björn Fiebig.

Ebenso lobt der Student die günstigen Mieten in Senftenberg. Als aktiver Volleyballer nutzt er gern das Sportangebot der Universität. Einen Vorteil des BTU-Standortes sieht er auch in der Nähe zur BASF Schwarzheide. Schon heute denkt Björn Fiebig an ein Masterstudium. „Ich stelle mir vor, etwas für die Umwelt zu tun“, erklärt er. „Absolut genial wäre es, später neue Materialien zu entwickeln, zum Beispiel Verbundstoffe, die ökologisch abbaubar sind, oder Solarzellen mit höherem Wirkungsgrad.“

 Björn Fiebig, der an der BTU in Senftenberg Materialchemie studiert, bei der Laborarbeit in der Arbeitsgruppe Physikalische Chemie.
Björn Fiebig, der an der BTU in Senftenberg Materialchemie studiert, bei der Laborarbeit in der Arbeitsgruppe Physikalische Chemie. FOTO: BTU Cottbus-Senftenberg