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| 02:43 Uhr

Maßhalten ist die Devise

Stephan Huber, Fitness- und Gesundheitsstudio "Alter Bahnhof" Großräschen: Manchmal helfen auch T-Shirts für die Motivation.
Stephan Huber, Fitness- und Gesundheitsstudio "Alter Bahnhof" Großräschen: Manchmal helfen auch T-Shirts für die Motivation. FOTO: mcl2
Ein neues Jahr ist der beste Grund, um etwas besser oder anders zu machen. Unter den Top-Five der guten Vorsätze stehen alljährlich das Abnehmen oder die Verbesserung der sportlichen Fitness weit oben im Ranking, gefolgt vom Gedanken, sich gesünder ernähren zu wollen. Das sorgt für zahlreiche Neuanmeldungen in den Fitnessstudios. mcl2

Stephan Huber vom Fitnessstudio "Alter Bahnhof" in Großräschen weiß auch, warum die meisten ziemlich schnell scheitern. "Sie wollen einfach zu schnell zu viel", sagt er. Das würden seine Erfahrungen belegen. Ein geflügeltes Wort besagt: "Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt." Und so ist es.

"Es gilt, mehr Energie zu verbrauchen, als zu sich zu nehmen. Das ist das große Geheimnis, das eigentlich keines ist", so Stephan Huber. Ihm geht es nicht darum, bestimmte Lebensmittel zu verteufeln, gute und schlechte Fette ins Feld zu führen und Kohlenhydrate aus dem Leben zu verbannen.

"Wichtig ist, ein gesundes Maß zu finden", sagt er. Möglich ist das bei den Intensivwochen im Fitness- und Gesundheitsstudio in Großräschen. "Nimm ab in acht Wochen", heißt es. Dieser Kurs wird von den Krankenkassen unterstützt, montags ist Treff. "Abnehmen funktioniert nur, wenn Sie sich richtig bewegen und richtig beziehungsweise gesund ernähren", erklärt der Trainer. Wie genau das gehen kann, erfahren die Mitglieder bei den Intensivwochen. Ganz schnell werde vielen dann deutlich, dass der abendliche Verzicht auf Kohlenhydrate nicht ständig im Salatessen endet und ebenso wenig zum Verhungern führt. "Ist der Vorsatz für mehr Fitness und gesunde Ernährung gefasst, muss mit Gewohnheiten gebrochen werden und neue müssen sich entwickeln", klärt der Fitnesschef auf. Was langsam komme, gehe so schnell auch nicht wieder, sei eine Erfahrung, die reifen müsse.

"Ich habe keine Zeit", dieser Ausrede hält Stephan Huber den 35-minütigen Trainingszirkel entgegen: "Sechs Kraftgeräte, zwei Durchgänge mit integriertem Ausdauertraining, damit lässt sich ein maximaler Trainingseffekt erzielen", sagt er überzeugt. Bleibt noch das Argument, sich zu schämen. "Dafür gibt es wirklich keinen Grund", sagt der Trainer und legt den Zögerern die Erfahrungsberichte der Studio-Mitglieder ans Herz. "Bei uns und besonders mit uns lässt es sich in kleinen Schritten bis zum Ziel gehen, nicht so wie im Fernsehen." Am Ende stellt sich für jeden die Frage: Kann ich das für den Rest meines Lebens durchhalten? Wer das bejaht, bleibe auch dran. "Das Bewusstsein für mehr Bewegung und ausgewogene Ernährung wächst", so Huber. Das seien einschlägige Erfahrungen in der Fitnessbranche.

Montag bis Samstag öffnen die Studiotüren um 8 Uhr. Die meisten trainieren in der Zeit von 17 bis 19.30 Uhr.

Seit 2013 gehört außerdem das Gesundheitsstudio "Sano" in Schwarzheide zur Unternehmung.

Handtuch, saubere Schuhe und lässige Bekleidung, mehr braucht es nicht für ein Fitnesstraining im Studio. Vorab gibt es natürlich noch einen ausführlichen Gesundheits check mit EKG und Muskelfunktionstest. Kompetentes Personal ist ständiger Ansprechpartner vor Ort. "Ich hätte nie gedacht, dass wir in Großräschen so gut angenommen werden", sagt Stephan Huber. Er ist stolz, das Hobby zum Beruf gemacht zu haben.

Zeit nehmen, um gesund alt zu werden

Vom großen Kuchen der guten Vorsätze bekommt alle Jahre wieder auch "Sakura Fitness" in Senftenberg etwas ab, bestätigt Geschäftsführer Rainer Kappert. "Seinen inneren Schweinehund auf Trab bringen, das kann man schließlich auch bei uns ganz gut", sagt er. Gesund alt werden, ist die Devise "und dafür muss man sich die Zeit einfach nehmen". Rainer Kappert lässt keine Ausrede gelten. Für die Autopflege würden sich viele ja auch die Zeit nehmen, provoziert er. Manche Tablette könne man sich sparen, und Rückenschmerzen müssten auch nicht sein. "Ab dem 30. Lebensjahr tickt die biologische Uhr", macht er deutlich.

Neben einem umfangreichen Fitnessbereich für alle steht den Frauen ein Separee zur Verfügung. Daneben können das Schwimmbad und die Sauna in den Trainingsalltag eingebaut werden. Abwechslung bietet die Kinesis-Wand. An dieser sind 400 verschiedene Übungen möglich.

Das Aktionsangebot steht - 14 Tage testen für unter 20 Euro. Und wer danach Mitglied wird, macht gleich das nächste Schnäppchen - pro Kilogramm Körpergewicht sinkt die Aufnahmegebühr um einen Euro. Da haben Schwergewichte Vorteile.

Erfolgsgeschichten von Mitgliedern sollen motivieren. Mit dem My Line-Programm könne jeder seine eigene Erfolgsgeschichte schreiben. Das Programm basiert auf einem achtwöchigen Kursprogramm mit wöchentlicher Ernährungsberatung, Training im Fitnessbereich in vielseitigen Kursen und Gruppendynamik. "Damit bekommen Sie in acht Wochen Ihr Fett weg", formuliert Rainer Kappert selbstbewusst. "Dem inneren Schweinehund einmal die Zähne zeigen und sich durchbeißen, ist die Devise, dann purzeln auch die Pfunde." Das richtige Rüstzeug auf dem Weg zur guten Figur wird jedem Teilnehmer mitgegeben - versprochen wird eine Erleichterung um vier bis sechs Kilogramm. Und wer so gar keine Ambitionen für schweißtreibende Aktivitäten in einem Fitnessstudio hat oder wem das dreimalige Treffen mit dem Crosstrainer nicht in den Zeitplan passt, der kann sich für das Sakura-Zuhause-Programm anmelden.

Darüber hinaus sind es die Kinder, die sich Rainer Kappert mehr in Vereinen wünscht. "Denen fehlt die Ablenkung von ihrem Computer, und da nehme ich die Eltern in die Pflicht", sagt der Geschäftsführer unverblümt. Kein Geld zu haben, das dem Kind ermöglicht, sich zu bewegen, akzeptiert er nicht. Unterstützung gebe es dafür von Städten, Gemeinden und Vereinen, sagt Rainer Kappert.

Hin zur Bikinifigur, dafür gilt es jetzt zu starten. "Von den Neuanmeldungen in den ersten beiden Monaten des Jahres bleiben etwa 80 Prozent", sagt der Fachmann. Fachpersonal ist für die Mitglieder da und gestaltet aller zehn bis zwölf Wochen einen neuen Trainingsplan.

Übrigens: In der finnischen Sauna bekommt man das Gefühl, auf einer Almhütte zu sein.

Rainer Kappert, Geschäftsführer von "Sakura" Fitness in Senftenberg: Für Mitglieder startet am 1. Februar die Fettbällchen-Aktion. Wer kann besser Fett abbauen – Mann oder Frau? Pro ein Prozent Körperfett oder ein Kilogramm Körpergewicht wandert ein Tischtennisball in die jeweilige Geschlechter-Vase.
Rainer Kappert, Geschäftsführer von "Sakura" Fitness in Senftenberg: Für Mitglieder startet am 1. Februar die Fettbällchen-Aktion. Wer kann besser Fett abbauen – Mann oder Frau? Pro ein Prozent Körperfett oder ein Kilogramm Körpergewicht wandert ein Tischtennisball in die jeweilige Geschlechter-Vase. FOTO: mcl2