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Manöverkritik zu Seenlandtagen steht an

Die Radwege haben als verbindendes Element der Seenlandtage zum Saisonstart funktioniert.
Die Radwege haben als verbindendes Element der Seenlandtage zum Saisonstart funktioniert. FOTO: Rasche/str1
Senftenberg/Hoyerswerda. Ein kräftiges "Grundrauschen ist drin gewesen" im Lausitzer Seenland zum Saisonstart mit den ersten Seenlandtagen. Das schätzt Kathrin Winkler, die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes, ein. KaWe

"Es ist überall in der Reiseregion was los gewesen", stellt sie fest. Auch an Standorten wie beispielsweise am Partwitzer See, an denen sich die touristischen Leistungsanbieter noch nicht ins Programm eingeklinkt hatten. "Vom ersten Gefühl her ist eine hohe Zufriedenheit da", sagt Kathrin Winkler. Aber es gebe natürlich auch über die scharf kritisierte gastronomische Versorgung an der Landmarke zum abendlichen Turmfeuer hinaus noch "Optimierungsbedarf". Die Manöverkritik zu den Seenlandtagen steht erst in gut zwei Wochen an, erklärt die Tourismus-Fachfrau.

Die zwei großen Veranstaltungen am Ilse Kanal mit der Tunnel-Inbetriebnahme und das Lichtspektakel am Rostigen Nagel seien ausgesprochen gut besucht gewesen - und dies von Gästen auch über die Lausitz hinaus. Das Konzept, zwei Höhepunkte in das Schaufenster des Volksfestes zum Saisonstart zu stellen, gehe auf. Vor allem die Radwege als verbindendes Landschaftselement seien hervorragend genutzt worden, um das Seenland zu erobern. Positive Nachrichten von Freizeitanbietern aus der ganzen Region zeugten von der flächendeckend guten Resonanz. Und Anbieter, die sich zur Premiere noch abwartend verhalten und für ihren Beitrag zum Saisonstart nicht getrommelt hatten, sind auch nachdenklich geworden - wie beispielsweise am Stadthafen.

Das Thema Wasser, das zum Seenland gehört, lasse im April freilich noch viele Leute frösteln. Doch das Interesse an wassersportlichen Angeboten sei groß. "Die Meinung, dass die Seenlandtage in die Sommerzeit gelegt werden sollten, teile ich nicht", sagt Winkler. Die Reiseregion müsse in der Vorsaison auf sich aufmerksam machen. "Die Frage ist, ob und wie wir noch an den Angeboten schrauben müssen, und ob wir diese konzentrieren sollten", konstatiert Kathrin Winkler. Der Rücklauf aus der Marktforschung am Wochenende werde das zeigen.