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| 01:00 Uhr

Mal nachgeben

Der Klügere gibt nach. Das ist bei Nachbarstreitigkeiten leicht dahingesagt, wenn schon seit Generationen das Kriegsbeil am Gartenzaun ausgegraben wird. Früher wurden solche Differenzen von Mann zu Mann ausgetragen, auch wenn die Frauen dahinter steckten.

Heute gibt es zum Glück Schiedsstellen. Und wenn die nicht helfen, werden Gerichte bemüht. Der Streitunlustige fasst sich an den Kopf, womit sich die teuer bezahlten Rechtsgelehrten so beschäftigen müssen. Irgendwann spielt es keine Rolle mehr, worum es geht und um wieviel tausend Euro das Verfahren den Streitwert übersteigt. Jeder möchte Recht bekommen. Die Bundespolitiker suchen neue Einnahmequellen. Eine Sie-haben-das-Gericht-sinnlos-beschäftigt-Steuer wäre nur angebracht. Schließlich haben die Richter anderes zu tun, als über Entengeschnatter auf dem Dorf oder die Luftraumverletzung durch überstehende Dachziegel zu urteilen.