Anerkennung bei den vielen Besuchern fand vor allem, dass aus mageren Haferrispen und schlecht gefüllten Ähren ein Kunstwerk gebunden wurde, das mit am Besten das Erntegeschehen in diesem Jahr widerspiegelte.
Entweder die anderen Regionen hatten weniger Dürreschäden und damit besseres Ausgangsmaterial oder sie haben nicht das eigene Getreide verwendet. In seiner Festrede hatte Ministerpräsident Matthias Platzeck den Landwirten gewünscht, dass nach den mageren Jahren nun fettere folgen mögen. Diesem Wunsch gaben die Lindenauer Frauen in einem Gespräch mit dem Ministerpräsidenten zurück: Gute Jahre braucht das Land Brandenburg insgesamt und das erfordert von allen, ihr Bestes zu geben.

Viele Tipps für zu Hause
Von der Gesprächsatmosphäre mit Matthias Platzeck war Erika Raack ganz angetan. Allerdings hatte sie, wie die anderen Frauen auch, so ein Blitzlichtgewitter noch nicht erlebt. Viele Anregungen nahmen die Frauen erneut vom 10. Landeserntefest mit, unter anderem für die Herstellung der Erntekrone, aber auch für die Gestaltung des dörflichen Lebens.
Inzwischen kennen sich viele Teilnehmer, so aus Proschim, Pritzwalk und andernorts schon recht gut: „Diese Atmosphäre motiviert erneut“ , so Giesela Hausdorf, „im nächsten Jahr wieder mitzumachen“ .
Übrigens wird das Dorffest und das Brandenburger Erntefest ab 2004 gemeinsam gefeiert. Das wird von vielen Landwirten und Menschen, die auf dem Land leben, sehr begrüßt.
Den Transport der Erntekrone aus Lindenau und Boblitz hatten dieses Mal Lutz und Lars Köhler aus Lindenau übernommen. Ihnen beiden ein großes Dankeschön.