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Lieber zu spät als verletzt oder tot

Manfred Feller
Manfred Feller FOTO: M. Behnke (DC)
Kommentar. In diesem Winter gab es durchaus gut geräumte und gestreute Geh- und Fahrradwege sowie gelaugte und damit ordentlich befahrbare Straßen im Landkreis. So manch eine Piste war allerdings auch grenzwertig. Manfred Feller

Der Winterdienst kostet viel Geld. Deshalb ist das Sparen dabei so reizvoll. Wenn eine Kommune nur das einmalige Schneeschieben am Tag bestellt, dann bekommt sie auch nicht mehr. Auf der anderen Seite gibt es die Möglichkeit, dass die Rathäuser jene arbeitsfähigen Menschen, deren Lebensunterhalt der Staat finanziert, mit dem Schneeschieber kurzzeitig beschäftigen können. Da gibt es durchaus kräftige Leute mit Langeweile darunter. Doch das durchzusetzen, provoziert Ärger. Wer will den schon? Also bleibt es in vielen Kommunen oft bei der Grundräumung durch Firmen. Den Rest besorgen eben die rutschenden Fahrzeuge und Fußgänger. Wir Betroffene dürfen uns über die Zustände aufregen, beschweren und sollten nicht jede Begründung klaglos hinnehmen. Trotzdem bleibt es dabei: Im Winter ist mehr Vorsicht gefragt. Sollen die Eiligen schneller fahren. Ich komme lieber später an als verletzt oder tot.