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Frühjahrsbepflanzung
Festhalten an den Frühjahrsboten

Die Großräschener Bauhof-Mitarbeiter Susan Neumann und Carsten Donath pflanzten diese Woche Stiefmütterchen am Kandelaber in der Ortsmitte.
Die Großräschener Bauhof-Mitarbeiter Susan Neumann und Carsten Donath pflanzten diese Woche Stiefmütterchen am Kandelaber in der Ortsmitte. FOTO: Steffen Rasche
Senftenberg. Dieser Tage startet in und um Senftenberg die Frühjahrsbepflanzung. An zahlreichen öffentlichen Orten kommen jetzt Blumen in den Boden. Bunte Rabatten werden aber auch in pflegeleichten Rasen umgewandelt. Von Torsten Richter-Zippack

Die Schipkauer haben es nicht so mit farbenfrohen Blumenrabatten. In der Gemeinde wird nur an wenigen Stellen gepflanzt. Das betreffe insbesondere die Bereiche um Denkmäler, sagt Martin Konzag aus dem Rathaus. „Ansonsten setzen wir bereits seit Jahren auf pflegeleichtere Stauden oder aber Gehölze.“ Ohnehin nähmen die Pflanzflächen eher ab, da die Kommune mit deren regelmäßiger Pflege sowie Erneuerung finanziell überfordert sei. Stattdessen setze Schipkau auf die Umwandlung von Blumenrabatten in reine Rasenflächen. „Diese Praxis wird von der Einwohnerschaft auch allgemein honoriert“, resümiert Konzag.

Auch Senftenberg verweist auf klamme Kassen. Die Blumenkübel, die sonst jährlich zu Ostern mit Stiefmütterchen bepflanzt worden waren, gibt es nicht mehr. Warum, erklärt Stadtsprecher Andreas Groebe so: „Aus wirtschaftlichen Gründen müssen wir diesmal darauf verzichten.“ Jedoch halte die Seestadt an ihren blühenden Hängeampeln an den Lichtmasten auf dem Markt fest. Diese würden nach den Eisheiligen, die nicht selten Mitte Mai die letzten Spätfröste im Gepäck haben, mit Sommerblumen bepflanzt. Allerdings: Wer dieser Tage auf dem Jüttendorfer Anger in Senftenberg unterwegs ist, kann den Frühling förmlich mit den Händen greifen. Denn eine Vielzahl von bereits vor Jahren in den Boden gebrachten Frühblühern präsentiert sich auf dem grünen Streifen in der Angermitte. Das gleiche Bild gibt es in der Westpromenade, entlang der Bahnhofstraße, in der Hennecke-Straße sowie im Schlosspark.

Am Großräschener Kandelaber in der Stadtmitte wurden bereits in der Osterwoche reichlich Blüten herangeschafft. Darüber hinaus, lässt Stadtsprecherin Kati Kiesel wissen, kamen auch in der Friedhofstraße 1 sowie vor öffentlichen Gebäuden, beispielsweise Wettigs Hof und dem Kurmärker, die Pflanzen in die Erde. Insgesamt seien rund 1450 Blühpflanzen in der IBA-Stadt gesetzt worden. Um Pfingsten sei es dann Zeit für die Sommerblumen.

In Schwarzheide wurde auf dem Westfriedhof indes die Bepflanzung ausgetauscht. Statt Lebensbäumchen, die jetzt anderenorts wachsen, erfreuen Blühpflanzen die Menschen, sagt Heiko Siehlow, Sachbearbeiter Stadtwirtschaft. Darüber hinaus setze die Stadt auf ihre bewährten Bauernrosen, die unter anderem entlang der Ruhlander Straße die Rabatten verzieren.

Im Amt Ruhland wurden in den vergangenen Tagen 750 Stiefmütterchen gepflanzt, rechnet Michael Geburek vom Bauhof vor. Im Vergleich zum vergangenen Jahr seien die Pflanzflächen identisch geblieben. Aus der Stadt Lauchhammer und dem Amt Ortrand gibt es keine Informationen zur Frühjahrsbepflanzung.