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Liebe zum Theater in der Schule geweckt

Leser schreiben. Gern erinnert sich Ilona Kirstein an ihre Theaterbesuche in Senftenberg. Die Liebe zu den Brettern, die die Welt bedeuten, weckte bei ihr vor fast 50 Jahren ihre Deutschlehrerin.

Ilona Kirstein schreibt:

Seit 23 Jahren wohnen wir nun in Berlin und lesen immer noch täglich die LR - wenn auch einen Tag später wegen der Nachlieferung. Jedes Mal, wenn über das Senftenberger Theater berichtet wird, werden schöne Erinnerungen aus meiner Jugendzeit mit den monatlichen Theaterbesuchen wach. Zur Schule ging ich damals in Brieske-Ost. 1967 begann die 7. Klasse und somit auch endlich der Theaterring. Unsere Deutschlehrerin, Renate Gottwald, entwickelte meine Liebe und Freude für das Theater. Vier Jahre verteilte ich in meiner Klasse die Theaterkarten und sammelte für diese das Geld ein. Unvergesslich bleiben für mich das Musical von Gerd Natschinski "Mein Freund Bunbury" und das Schauspiel "Die Räuber" von Friedrich Schiller.

Besonders gern sah und verehrte ich den Schauspieler Karl-Heinz Weinrich. Am Theaterabend fuhr ich mit dem Fahrrad von Niemtsch nach Brieske und danach weiter mit dem Bus. War dieser nach der Aufführung schon weg, liefen wir eben nach Brieske zurück, was auch immer lustig war und danach die zwei Kilometer mit dem Rad nach Niemtsch. Nach Beendigung der Schule bekam ich noch einige Jahre meine monatliche Theaterkarte von Frau Gottwald. Manche Stücke sah ich mir zwei Mal an.

Gern denke ich noch an den Besuch des Intendanten, Ulf Reiher, in unserer Schule. Zum Schluss dieser Veranstaltung durfte ich ihm einen Blumenstrauß überreichen. Unvergesslich bleibt auch für mich der Gastauftritt von Armin Müller-Stahl, unter anderem mit dem lustigen Lied von der blauen Kuh. Treffe ich mal Frau Gottwald in Senftenberg, kommen wir sofort auf die schöne Theaterzeit zu sprechen und schwelgen in Erinnerungen.

Akkordeonisten mit gelungener Premiere

Das Orchester "AkkorDIEn HARMONIEsts" hat seine Premiere mit dem Konzert in Großkmehlen hervorragend gemeistert, schreibt Silke Büttner:

Trotz des regnerischen Abends lockte das Konzert viele Gäste in das Schloss. Von Herzen und in vier Stimmen musizierten die Akkordeonisten, begleitet am E-Bass und Schlagzeug. Sie spielten sich schnell in die Herzen der Gäste. Wunderbare Musicalmelodien erklangen und die schöne Akustik und Nähe zum Publikum ließen eine tolle Atmosphäre entstehen. Annegret Mattusch ließ Grizabella aus "Cats" und Magdalena Krüger Esmeralda aus "Der Glöckner von Notre Dame" zum besonderen Erlebnis werden. In der Pause gab es wunderbare Gespräche zwischen den jungen Künstlern und ihren Zuhörern. So erfuhren sie auch davon, dass die AkkorDIEn HARMONIEsts selbst schon auf Orchesterreise zu vier Musicals zu Gast waren und so die Liebe zu dieser Musik entstanden ist.

Der König der Löwen, das Phantom der Oper, Elisabeth, Hinterm Horizont, Aladdin und weitere bekannte Musicalmelodien ließen die Zuschauer mit einem ganz eigenen Ohrwurm nach Hause schlendern.

Nun freut sich das Ensemble auf seinen nächsten Konzerthöhepunkt in der Nikolaikirche Lauchhammer am 5.November um 16 Uhr.

Klöppelverein lud zur Handarbeitsschau

Über eine Handarbeitsschau in Klettwitz berichtet Martin Konzag:

Hunderte Freunde der Handarbeitskunst kamen am Wochenende im Klettwitzer Kulturhaus auf ihre Kosten. Zum 7. Mal lud dort der örtliche Klöppelverein zur großen Handarbeitsschau ein. Neben einer Vielzahl filigraner Klöppelspitzen gab es große und kleine Kunstwerke aus Holz, Ton und anderen Naturmaterialien zu bestaunen und zu erwerben. Der Klettwitzer Klöppelverein feiert in diesem Jahr sein 30. Bestehen. "Wir 17 Frauen treffen uns monatlich zum gemeinsamen Arbeiten", so Vereinschefin Christa Ziegner, die das Klöppeln aus dem Erzgebirge nach Klettwitz brachte.