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| 21:36 Uhr

27. Leistungsschau für Handwerk und Gewerbe
Was Großräschen belebt und bewegt

Erlebbares Handwerk auf der 27. Leistungsschau in Großräschen: Mit dabei war auch Petra Nasdal. Bekannt geworden ist die Altdöbernerin durch ihre Filzkunst und regelmäßigen Filzkurse.
Erlebbares Handwerk auf der 27. Leistungsschau in Großräschen: Mit dabei war auch Petra Nasdal. Bekannt geworden ist die Altdöbernerin durch ihre Filzkunst und regelmäßigen Filzkurse. FOTO: Uwe Hegewald
Großräschen. Mit ihrer 27. Leistungsschau zückt die Seenland-Stadt auch ihre kommunale Visitenkarte. Von Uwe Hegewald

Nach 27 „Aufführungen“ kommt die Messebezeichnung noch immer etwas sperrig daher: „Leistungsschau von Handwerk und Gewerbe“ klingt nicht unbedingt sexy, trifft aber bereits mit den ersten beiden Silben den Punkt. Großräschen leistet etwas und kann sich daher auch etwas leisten. Am Wochenende hatten (Leistungs-)Schaulustige Gelegenheit, Mitgestalter städtischer Entwicklungen kennenzulernen, wobei sich diese längst nicht nur auf die Zünfte von Handwerk und Gewerbe erstrecken. „Einwohner der Stadt sind aufgerufen, selbst an der Gestaltung mitzuwirken“, regt Karin Krüger an. Seit einem Jahr ist sie Quartiersmanagerin des städtischen Projektes „Soziale Stadt“. So recht kann sie sich mit der „Managerbezeichnung“ nicht anfreunden. „Ich sehe mich eher als Ansprechperson, die Anregungen entgegennimmt, Ideen bündelt, Dialoge führt und in Erfahrung bringt, was Großräschen bewegt und belebt“, erklärt sie.

Am zurückliegenden Wochenende stand etwa die Entwicklung des überregional bekannten Spielplatzes an der Ecke Luxemburgstraße/Rembrandtstraße im Fokus. Im Sommer 2016 als Seespielplatz eingeweiht, bedauerten Eltern das Fehlen von Spielgeräten für Kinder im Vorschulalter. Das soll sich ändern. „Planerin Astrid Subatzus aus Dörrwalde hat Entwürfe ausgearbeitet und Besucher unseres Standes haben die Chance, ihre Stimme abzugeben. Mittels Klebepunkten wird ermittelt, welches Kleinkinder-Spielgerät letztendlich den Zuschlag erhält“, erklärt Karin Krüger am Messestand.

Gleichwohl wird die Nordstadt von einem weitaus größeren Bauvorhaben überstrahlt: Stattliche zehn Millionen Euro fließen in die Erweiterung des DRK-Seniorenwohnparks in der Wilhelm-Pieck-Straße. Es zählt längst zum guten Ton, dass auch die Stadtverwaltung, Vereine oder Institutionen die Chance beim Schopfe packen, um sich auf der Leistungsschau zu präsentieren. Ohne dabei in Konkurrenz zu Handwerk und Gewerbe zu treten, von denen es regelrechte Messe-Dinos gibt. „Die Haustechnik Großräschen GmbH ist von Beginn an dabei. Dort müssen wir nicht erst nachfragen, ob sie im Frühjahr wieder mit von der Partie sind“, sagt Wirtschaftsförderin Cornelia Wobar, bei der die Fäden für die Veranstaltung zusammenlaufen. „Der Messe-Termin ist fest eingeplant. Hier dürfen wir nicht fehlen, denn auch auf unserem Dienstleistungssektor gibt es ständig neue Entwicklungen“, begründet Hans-Peter Jungnickel von dem Haustechnik-Unternehmen die Dauerteilnahme. Wie der Geschäftsführer weiter informiert, bekäme das Unternehmen beim Stelldichein im Industrie- und Gewerbegebiet „Am Räschener Laug“ stets Besuch von Stammkunden. „Viele fragen gezielt nach Neuerungen und ob diese für sie relevant sind“, so Jungnickel.

Für Bürgermeister Thomas Zenker (SPD) ist die Haustechnik GmbH ein Beispiel dafür, dass Unternehmer eben auch in guten Zeiten auf der Leistungsschau präsent sind und den Markt pflegen. In seiner Eröffnungsrede bedauerte das Stadtoberhaupt die erneute Termin-Kollision mit der Messe in der Nachbarstadt Senftenberg. „Durch das Verschieben auf unseren angestammten Platz am ersten Märzwochenende stehen wir in unfreiwilliger Konkurrenz zur Bau- und Frühlingsmesse in Senftenberg. Aussteller sind dadurch unnötig in die Bredouille geraten“, haderte er.