Das Zauberwort für Sang Pham in der Coronakrise lautet Drive-In. „Wer bei uns per Telefon oder per E-Mail bestellt, kann sein Autokennzeichnen angeben. Fährt er dann auf den Parkplatz, bekommt er seine Bestellung unter Beachtung aller hygienischen Maßnahmen ans Fahrzeug geliefert“, erklärt der Inhaber des Schwarzheider Reis-Hauses in der Ruhlander Straße. Mittlerweile werde der neue Service gut angenommen. Längst nicht nur Schwarzheider holten sich ihr asiatisches Essen bei Familie Pham ab.

Der Drive-In und die Soforthilfe stützen das Schwarzheider Reis-Haus

Bislang lief der Imbiss laut dem Inhaber super. Doch mit der Coronakrise und den damit verbundenen gesetzlichen Beschränkungen blieben die Kunden weg. Die wenigen Einnahmen reichten vorn und hinten nicht aus.

Inzwischen sieht Sang Pham wieder optimistisch in die Zukunft. Dank seines Drive-In und insbesondere der inzwischen ausgezahlten Hilfe der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) läuft es wieder. „Mit dem ILB-Geld können wir alle Rechnungen in diesem Monat begleichen“, sagt Pham.

Nach Angaben von ILB-Sprecher Felix Dollase sind mit Stand 17. April bereits fast 70 000 Corona-Soforthilfeanträge eingegangen, von denen knapp die Hälfte bewilligt wurde. 331 Millionen Euro sind ausgezahlt worden. Dollase verspricht, dass alle Anträge, die bis 9. April eingegangen sind, bis Monatsende bearbeitet sein werden.

Die Inhaber des Reis-Hauses fühlen sich wohl in Schwarzheide

Sang Pham und seine Frau sind Ende der 1980er-Jahre als Vertragsarbeiter aus Vietnam in die damalige DDR gekommen, um im Synthesewerk zu arbeiten. Nach der Wende machte sich die Familie mit einem Imbisswagen selbstständig. Nach jahrelangem Sparen wurde das heutige Reis-Haus eröffnet. „Seitdem fühlen wir uns in Schwarzheide vollständig angekommen“, sagt Sang Pham.