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| 02:54 Uhr

Lausitzring wartet auf Tester

Klaus Prietzel, Bürgermeister der Gemeinde Schipkau, Rainer Erbisch, Niederlassungsleiter Tüv Rheinland Akademie GmbH, und Josef Meier, geschäftsführender Gesellschafter der Eurospeedway Verwaltungs GmbH (v. l.) durchschneiden das Band zur Eröffnung der Fahrdynamikfläche für Sicherheitstrainings.
Klaus Prietzel, Bürgermeister der Gemeinde Schipkau, Rainer Erbisch, Niederlassungsleiter Tüv Rheinland Akademie GmbH, und Josef Meier, geschäftsführender Gesellschafter der Eurospeedway Verwaltungs GmbH (v. l.) durchschneiden das Band zur Eröffnung der Fahrdynamikfläche für Sicherheitstrainings. FOTO: Aswendt
Klettwitz. Der Lausitzring hat sein Programm für das Motorsportjahr 2014 bekannt gegeben. Neben Klassikern wie Viertelmeilencup, DTM und ADAC GT Masters wird erstmals ein Tuningtreffen der Liebhaber japanischer Autoindustrie, das Reisbrennen, auf dem Lausitzring stattfinden. Neu ist auch die in Kooperation mit dem Tüv Rheinland entstandene Fahrdynamikfläche. Damit können ab sofort Fahrsicherheitstrainings durchgeführt werden. Peter Aswendt /

. Lausitzring-Chef Josef Meier vermeldet für 2013 zehn Prozent mehr Besucher als 2012. Prestigeträchtige Veranstaltungen, wie das Tough Mudder oder die Motocross-Weltmeisterschaft, trugen dazu bei.

Die Streckenauslastung lag bei 90,4 Prozent: "Eine stabile Wirtschaftskonjunktur hat uns geholfen die 90-Prozent-Marke zu erreichen", so Lausitzring-Geschäftsführer Josef Meier.

Nicht neu ist, dass der Lausitzring das Wetter als natürlichen Feind betrachtet: "Wir wurden mit einem der heißesten Juli-Wochenenden, seit es Temperaturaufzeichnungen gibt, bei Motocross-WM-Lauf konfrontiert", klagt Meier. "Dadurch blieben die erhofften Zuschauerzahlen aus", fügt er hinzu. Trotzdem gab es seitens des Vermarkters der Motocross-Weltmeisterschaft, Youthstream, einen Preis für die beste Strecke und das beste Fahrerlager.

In diesem Jahr wird umgesetzt, was 2013 vehement von einigen Serien gefordert wurde: Die Grand-Prix-Strecke wird an markanten Punkten erneuert: "Über die Jahre hat sich gerade an den Anbremspunkten der Belag aufgerieben. Den werden wir bis zum ersten Rennen im Mai erneuert haben", berichtet Meier. Dazu würden etwa 250 000 Euro in die Hand genommen.

Gerne würde man die komplette Strecke sanieren: "Dazu muss aber die Landesregierung ein klares Bekenntnis zum Lausitzring abgeben", so Meier. Er spricht damit mögliche Fördermaßnahmen. Unterstützung erhält er von Schipkaus Bürgermeister Klaus Prietzel: "Wir haben zwar noch keine genaue Erhebung gemacht. Aber man kann schon von mehr als 1000 sekundären Arbeitsplätzen ausgehen, die der Lausitzring mit erhält."

Mit Fahrsicherheit in die Saison

Ebenfalls eine Baumaßnahme mit Zukunft ist die Fahrdynamikfläche. Sie entstand in Kooperation mit der Tüv-Rheinland-Akademie.

Auf den Parkflächen eingangs des Fahrerlagers wurden mit knapp 100 000 Euro zwei Fahrdynamikflächen angelegt.

Autofahrer, Biker und Lkw-Fahrer können darauf ihre Fahrzeugbeherrschung schulen. Seit 1999 führt der Tüv in Brandenburg Fahrsicherheitstrainings durch.

Mit etwa 1000 Teilnehmern pro Jahr sei man zwar zufrieden, erwarte sich aber durch den Lausitzring eine deutliche Steigerung: "Wir hoffen, dass das Motorsportambiente, die großen Tribünen, eben das Flair, die Trainingsmöglichkeiten auf dem Lausitzring attraktiv machen", so der Niederlassungsleiter des Tüv Rheinland in Lauchhammer, Rainer Erbisch. Konkurrenz zum benachbarten Dekra-Stützpunkt sieht Erbisch nicht: "Wir arbeiten weiter mit der Dekra zusammen.

Gerade im Lkw- und Bus-Segment nutzen wir deren Anlage", so Erbisch. Starten werden die Trainings am 29. März. Der Grundkurs für Pkw und Motorräder wird über acht Stunden gehen und 145 Euro kosten.

Veranstaltungen 2014

Die neue Motorsportsaison 2014 wartet mit Klassikern wie den ADAC GT Masters (25.Mai.), DTM (14.September), Superbike*IDM (4.Mai.) sowie dem Viertelmeilencup auf.

Positiv ist, dass die Macher des Tough Mudder sich wieder für den Lausitzring entschieden haben.

Am 26./27. Juli wird es neben dem Kampf gegen das eigene Ego wohl auch erneut eine Hitzeschlacht geben. Die Tuninggemeinde hat neben dem VW-Blasen (22. bis 24.August) dass sogenannte Reisbrennen (1. bis 3.August) Fans der fernöstlichen Automobilkunst dazubekommen.

Erstmalig wird innerhalb der diesjährigen DTM-Veranstaltung ein Meisterschaftslauf der Superbike* IDM durchgeführt: "Das ist bis jetzt einmalig, dass Zweiradmotorsport und Vierradsport innerhalb einer Veranstaltung fahren", sagt der Ring-Chef Josef Meier.

In der Superbike*IDM gibt es in dieser Saison prominenten Zuwachs: Max Neukirchner (Stollberg), ehemaliger SBK-WM-Starter und Moto2-Pilot startet auf einer Ducati 1199 Panigale R für das 3C-Racing Team aus Landsberg am Lech: "Ich freue mich schon auf den Lausitzring, das ist quasi ein Heimrennen für mich", sagt der schnelle Sachse mit einem Lachen.

Für die Freunde des Breitensports ist der Lausitzring auch in diesem Jahr für das freie Fahren sowie für Skater und Biker innerhalb der Lausitzer Bladenight, geöffnet.