Pünktlich zum Tag des offenen Weinberges hat auch Torsten Arlt seinen Weingarten geöffnet. Dort wachsen derzeit 400 Weinreben der Sorten Johanita, Regend, Solaris und Rondo. Am Sonnabend sollten noch 25 weitere Gehölze gepflanzt werden. Doch der Regen machte dem Ansinnen einen Strich durch die Rechnung. Nur sehr wenige Besucher fanden den Weg zu Torsten Arlts urigem Weingarten an der Staupitzer Strasse. Jene die trotz des  Wetters vorbeischauten, durften einen roten halbtrockenen Wein, ebenso Wein des Jahrganges 2018, probieren und mitnehmen. Bis in die Nacht hinein füllte Torsten Arlt den jungen Tropfen in die Flaschen. „Je 15 Flaschen der Weinsorten Johaniter, Regend und Solaris habe ich zum Probieren für die Gäste abgefüllt.

Vermarkten muss ich ihn unter der Marke Brandenburger Landwein“, erklärt der Jungwinzer, der mit seinem Weinanbau eine kleine Manufaktur auf die Beine gestellt hat. Vom Pflanzen über das Lesen bis hin zum Keltern wird in Grünewalde alles per Hand gemacht. Das soll schon etwas heißen, wenn man von 300 Pflanzen insgesamt 300 Kilogramm Wein erntet, presst und dann den Saft zum Gären ansetzt. Unzählige schwere Weinglasballons stehen im Weinkeller. Alles wird in Torsten Arlts Wein und Fruchtmanufaktur verwendet. Auch die ausgepressten Weintrauben. Diese werden dann weiterverarbeitet, beispielsweise zu Gelee und Marmelade.
Der urige Weingarten soll in naher Zukunft auch einen Weinberg erhalten. Dieser wird derzeit vorbereitet. „Ein kleiner Hügel soll zu einer größeren Anhöhe umgebaut werden, sodass wir darauf dann noch weitere Weinpflanzen einsetzen können. Insgesamt möchte ich einmal rund 600 Weinpflanzen haben“, kündigt der Grünewalder Hobbywinzer an, der ein Rebrecht für 0,25 Hektar besitzt.