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| 13:02 Uhr

Shell-Eco-Marathon in London
Lausitzer Wasserstoff-Auto sprintet auf den 7. Platz

 Das Team von Lausitz Dynamics freut sich über den 7. Platz für sein Energieeffizienz-Auto Lupus beim Shell Eco-Marathon in London.
Das Team von Lausitz Dynamics freut sich über den 7. Platz für sein Energieeffizienz-Auto Lupus beim Shell Eco-Marathon in London. FOTO: Witzmann
Senftenberg. In London messen sich derzeit Forschungsfahrzeuge beim Shell-Eco-Marathon. Das Wasserstoff-Auto der BTU übertrifft dabei alle Überwartungen. Von Torsten Richter-Zippack

Einen 7. Platz hat sich Lupus beim Shell-Eco-Marathon in London gesichert. Damit sind alle Erwartungen der Protagonisten der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) an ihr selbst gebautes wasserstoffbetriebenes Auto übertroffen worden, informiert Samantha-Josephine Schneider vom Team Lausitz Dynamics. Der Shell-Eco-Marathon gilt als einer der bedeutendsten Energie-Effizienzwettbewerbe der Welt.

Den Lausitzern gelang der erhoffte Sprung in den Wertungslauf. Lupus schaffte problemlos die elf Runden á 1,42 Kilometer. „Wir sind überglücklich“, bringt Schneider die Stimmung auf den Punkt.

Selbst ein Wermutstropfen trübt die Freude über diesen Erfolg nicht. Denn den vierten und letzten Wertungslauf hat der Lupus zwar gemeistert, allerdings wurde das Ergebnis nicht anerkannt. Der Grund: Der Wasserstoff als Antriebsmittel reichte nicht ganz aus. Allerdings, so sagt Schneider, hätten die Lausitzer mit einer nicht randvoll befüllten Wasserstoffflasche vorlieb nehmen müssen. „Wir dachten uns, das geht schon, das muss Lupus schaffen. Hat er auch fast“, resümiert sie.

 Das Team von Lausitz Dynamics freut sich über den 7. Platz für sein Energieeffizienz-Auto Lupus beim Shell Eco-Marathon in London.
Das Team von Lausitz Dynamics freut sich über den 7. Platz für sein Energieeffizienz-Auto Lupus beim Shell Eco-Marathon in London. FOTO: Witzmann

Insgesamt haben in diesem Jahr 160 Mannschaften aus Europa und Afrika am Shell-Eco-Marathon teilgenommen, darunter zwölf aus Deutschland. Zum Team Lausitz Dynamics gehören 13 Studenten. Sie mussten vor dem Ausscheid in Großbritannien mehrere Rückschläge verkraften. So gab es Lieferprobleme bei den Bremsen, dann fiel die entscheidende Testfahrt auf dem Lausitzring aus.

Anno 2018 waren die BTU-Studenten beim Shell-Eco-Marathon mit einem Fahrzeug namens Mammut an den Start gegangen. Allerdings blieb das Energiesparmobil noch vor dem Ziel stehen. Letztendlich wurden beim Lupus, zu deutsch „Wolf“, sämtliche Teile mit eigener Hände Arbeit entwickelt. Über Monate wurde auf dem BTU-Campus gewerkelt. Rund 30 Sponsoren aus der Region unterstützen das Lupus-Projekt. 8000 Euro an Spenden sind inzwischen zusammengekommen.