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Hochzeit
Die Lausitzer wagen wieder häufiger den Schritt ins Eheglück

Die Zahl der Trauungen in der Lausitz steigt. In Senftenberg heirateten in diesem Jahr bereits 110 Paare, in Schipkau 28, in Ruhland 35.
Die Zahl der Trauungen in der Lausitz steigt. In Senftenberg heirateten in diesem Jahr bereits 110 Paare, in Schipkau 28, in Ruhland 35. FOTO: Arno Burgi / dpa
Senftenberg. Die Standesbeamten der Region ziehen für das Jahr 2017 ein positives Resümee. In Senftenberg klingelten die Hochzeitsglocken bereits 110 Mal. Von Josephine Japke

„110 Eheschließungen haben die Mitarbeiterinnen des Standesamtes bereits vollzogen. Sechs weitere sind noch geplant“, teilt Andreas Groebe, Sprecher der Stadt Senftenberg zufrieden mit. Damit liegt Senftenberg sogar über dem Trend der Vorjahre, in denen es meist 100 Trauungen insgesamt gab.

Auch Standesbeamtin Ulrike Kurio ist glücklich mit dem Jahr. „In Schipkau gingen 28 Paare den Bund der Ehe ein“, berichtet sie. Ihre Kollegin Sandra Peschel aus Ruhland konnte sogar 35 Trauungen vornehmen. Beide erkennen darin einen positiven Trend, denn noch vor wenigen Jahren waren es weit weniger Trauungen im Jahr.

Auch in den kommenden Monaten ist in den Standesämtern noch einiges los. „Sechs Hochzeiten sind noch geplant, zwei allein am 11. November“, teilt Andreas Groebe mit. Anderswo ist dieser Tag, trotz der Schnapszahl und des Karnevaslbeginn, allerdings nicht so beliebt. Weder in Schipkau, noch in Ruhland oder Lauchhammer finden an diesem Tag Trauungen statt.

„Viel beliebter sind die Sommermonate. Ab Mai geht unsere Saison los“, erklärt Ulrike Kurio vom Standesamt Schipkau. Ihre Kollegin aus Lauchhammer, Rotraud Köhler, stimmt ihr zu: „Beliebte Termine sind Pfingsten und das Wochenende nach Christi Himmelfahrt.“ Für das nächste Jahr rechnet sie mit zahlreichen Anmeldungen für den 18.8.2018. Immer größer werdender Beliebtheit erfreute sich in Lauchhammer in diesem Jahr indes die Kindesweihe. Das staatliche Gegenstück zur kirchlichen Taufe lockte 2017 acht Familien in das Standesamt.

Bei vielen Heiratswilligen laufen bereits jetzt die Planungen für das kommende Jahr. Aber: eine Anmeldung ist erst sechs Monate vor dem Termin möglich. „Die Paare werden langsam ungeduldig, weil es vor der Hochzeit viel zu tun gibt. Deko, Musik, Catering – das muss ja alles rechtzeitig geplant werden“, zeigt sich Ulrike Kurio verständnisvoll und fügt hinzu: „Ich kann noch nichts genaues sagen, aber auch unsere Planungen im Standesamt laufen auf Hochtouren. Die Leute können gespannt sein.“

Das Highlight für Frau Kurio aus Schipkau waren in diesem Jahr die Umwandlungen gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften in Ehen. Seit Oktober konnte sie schon drei vornehmen. Auch in Ruhland (eine), Lauchhammer (eine) und Senftenberg (zwei) wurden Lebenspartnerschaften schon umgewandelt. „Im Dezember holt ein Paar die Umwandlung sogar mit einer offiziellen festlichen Trauung nach. Das wird sicher sehr schön und emotional werden“, freut sie sich auf ihren Jahresabschluss.