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| 15:44 Uhr

Großräschen
Großräschener See-Überhöhen verschwinden

 Zur Jahreswende befand sich der Schwimmbagger am Großräschener See unweit der Einfahrt zum Ilse-Kanal.
Zur Jahreswende befand sich der Schwimmbagger am Großräschener See unweit der Einfahrt zum Ilse-Kanal. FOTO: Richter-Zippack
Großräschen. Die Bergbausanierer haben im Jahr 2019 im und am Meuroer Restloch noch viel Arbeit. Von Torsten Richter-Zippack

Derzeit werden auf dem Großräschener See die Überhöhen abgetragen. Die Firma ETK aus Zeitz in Sachsen-Anhalt muss insgesamt rund 150 000 Kubikmeter Material umschichten. Die Experten sind bereits seit dem vergangenen Jahr auf dem Restloch des Tagebaus Meuro unterwegs, konnten dort aber nur unter erschwerten Bedingungen arbeiten. Insbesondere der Rückgang des Wasserpegels aufgrund der von April bis November andauernden Dürre macht es erforderlich, dass der größte Teil der Leistungen in diesem Jahr erbracht werden kann, teilt Dr. Uwe Steinhuber, Sprecher der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) als Auftraggeberin, mit.

Darüber hinaus sind die Bergbausanierer im neuen Jahr an weiteren Stellen im und am Großräschener See am Werk. So ist möglicherweise eine Konditionierung des Wasser erforderlich. Dies wiederum hängt vom Monitoring ab, das die pH-Werte überwacht. LMBV-Angaben zufolge betrug der pH-Wert  im Herbst 2018 6,6, also fast neutral.

Außerdem sollen die tiefen Erosionsrinnen an der Westböschung gesichert werden. Diese Arbeiten beginnen im Sommer. Im Umfeld des Großräschener Sees werden bis zum Jahresende die dort noch vorhandenen Filterbrunnen verwahrt. In diesem Atemzug erfolgt auch der Rück­bau von Masten, Leitungen und weiterer nicht mehr benötigter Anlagen. Zudem stehen noch Restarbeiten in Zusammenhang mit dem Ausbau des Wegenetzes Großrä­schener See an.

Im Herbst ist laut Uwe Steinhuber die Herstellung des Badestrandes an der Reihe. „Erste Arbeiten sollen mit dem Auftrag von vorhandenem guten Sand im Strandbereich im Herbst 2019 anlaufen.“ Weiterführende Arbeiten sind für das Jahr 2020 vorgesehen.

Den kulturellen Höhepunkt in diesem Jahr wird indes das Großräschener Hafenfest bilden. Dieses soll nach Angaben der Stadt vom 10. bis 12. Mai stattfinden. Dann soll der Hafen neben den IBA-Terrassen seine offizielle Einweihung erfahren.