„Wir haben jetzt einen Wasserstand von 98,8 Meter über Normalnull. Seit dem Frühjahr ist der Pegel um rund einen Meter abgesunken“, sagt Bürgermeister Thomas Zenker (SPD). Normalerweise sollte sich der untere Endwasserstand bei 100 Metern bewegen. „Auch die anderen Gewässer im Seenland haben zu wenig Wasser. Und die Vorfluter sind trocken gefallen“, beschreibt Zenker das Problem.

Genügend Wasser sei allerdings eine Voraussetzung für die Erteilung der Schiffbarkeitsgenehmigung vonseiten des Landes Brandenburg. Inzwischen seien die entsprechenden Unterlagen dort eingereicht worden, sagt Detlev Wurzler, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg.

Die IBA-Stadt hofft indes inständig, dass pünktlich vor dem zweiten Mai-Wochenende aus Potsdam grünes Licht gegeben wird. „Wir feiern vom 10. bis 12. Mai unser großes Hafenfest“, kündigt Thomas Zenker an. Sei die Erlaubnis bis dahin nicht vor Ort, müsste die Wasserbehörde des OSL-Kreises Sondergenehmigungen für den Betrieb des Fahrgastschiffes sowie des Schulkutters ausstellen. Zudem verweist Zenker auf den enormen Andrang bezüglich der 100 Bootsliegeplätze im Hafen. „Wir haben derzeit bereits 240 Anfragen.“

Im kommenden Jahr soll dann auch die Gestaltung des Badestrandes westlich der IBA-Terrassen starten. Wann dort offiziell gebadet werden kann, sei derzeit noch unklar. Indes laufen am See weitere Sanierungsarbeiten. Nach Angaben von Gerd Richter, Abteilungsleiter Projektmanagement der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), erfolgt noch bis März 2019 die Abbaggerung der Überhöhen im Wasser sowie die Bergung des Totholzes. Zudem werde der Ilse-Höhenweg hergestellt und ein Aussichtspunkt errichtet.