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| 12:01 Uhr

Neues Angebot für Radtouristen
Nach Zahlen durch die Lausitz radeln

 Im Spree-Neiße-Kreis gibt es bereits die roten Zahlen-Markierungen, wie hier bei Steinitz. Sie sollen die Orientierung erleichtern.
Im Spree-Neiße-Kreis gibt es bereits die roten Zahlen-Markierungen, wie hier bei Steinitz. Sie sollen die Orientierung erleichtern. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Senftenberg. Ab Ende September werden im Oberspreewald-Lausitz-Kreis Radlerknotenpunkte mit roten Pyramiden ausgestattet. Damit sollen sich ortsfremde Radler schneller orientieren können. Von Torsten Richter-Zippack

Sie sind knallrot, befinden sich oberhalb der Wegweiser und präsentieren verschiedene Zahlen. Demnächst sollen gut sichtbare Pyramiden die Orientierung an Knotenpunkten im Radwegenetz des Oberspreewald-Lausitz-Kreises erleichtern. „Noch im September wollen wir mit der Montage im Raum Großräschen beginnen“, kündigt Wirtschaftsförderin Bärbel Weihmann an. In den Nachbarkreisen Spree-Neiße und Elbe-Elster ist das Zahlensystem bereits im Aufbau begriffen.

Etwa 110 Zahlenpyramiden an Radwegen sind geplant

„Die Wegweiser werden an verschiedenen Kreuzungen und Abzweigen angebracht“, erklärt Weihmann. Zwischen Spreewald und Kmehlener Bergen seien entlang der Fernradwege rund 110 Zahlenpyramiden geplant. „Besonders auswärtige Radler können sich anhand der Ziffern besser orientieren“, bringt Bärbel Weihmann den wichtigsten Vorteil auf den Punkt. Und bereits im Internet könne vor der Tour der entsprechende Zahlenkurs festgelegt werden.

Zahlenpyramiden machen individuelle Radtouren leichter

Einen weiteren Vorteil des neuen System bringt Marcus Heberle, stellvertretender Geschäftsführer des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland ins Spiel: „Hoteliers und Pensionsbesitzer können ihren Gästen anhand der Ziffern ganz individuelle Kurse zusammenstellen. Zudem können mehrere Radwege miteinander kombiniert werden.“ So werde abgefragt, welche Attraktionen der Radler besuchen will. Anhand der Ziffern erfolge dann der Aufbau der entsprechenden Route, die jederzeit via Smartphone einsehbar ist. Traditionelle Landkarten seien nicht mehr zwingend erforderlich.

Zahlenpyramiden gibt es in vielen Radtourismusgebieten

Nach Angaben einer Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) informieren sich mittlerweile 83 Prozent der Radreisenden über das Internet. Laut Marcus Heberle bewähre sich das Zahlensystem auf den roten Pyramiden brandenburgweit bereits in der Prignitz, im Barnim, im Havelland, im Oder-Spree-Seengebiet und seit Neuestem auch im Elbe-Elster-Land.

Für die Einführung dieser Neuerung stehen im Oberspreewald-Lausitz-Kreis dank Fördergeldern rund 100 000 Euro zur Verfügung. „Dieses Geld beinhaltet aber auch neue Hinweistafeln“, sagt Wirtschaftsförderin Bärbel Weihmann. Insgesamt gibt es derzeit zwischen Oberspreewald und Kmehlener Bergen ein rund 650 Kilometer umfassendes Netz an Fernradwegen. Dazu gehören unter anderem die Niederlausitzer Bergbautour, die insgesamt circa 500 Kilometer lang ist, sowie der Fürst-Pückler-Radweg mit seinen ebenfalls 500 Kilometern.

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