Aquarelle, Kugelschreiberzeichnungen, Gemälde, originelle Objekte aus Eisenbahnschwellen, Uhrwerken, Schrauben, Materialen des Alltags die ironisch, sarkastisch und sensibel zu Kunstwerken verschmelzen: Die Arbeiten des Lausitzer Künstlers Martin Peitzberg sind vielschichtig. Als er im Jahr 2012 nach schwerer Krankheit verstarb, hinterließ er ein umfangreiches Werk, das stilistische Merkmale vom dinggenauen Realismus über surreale Formulierungen bis zur vollständigen Abstraktion beinhaltet. In diesem Jahr wäre Martin Peitzberg, der seine Werke nach seiner Herkunft zum Teil mit „Paul Meuro“ signierte, 70 Jahre alt geworden. Vom 23. Januar bis 24. März ehrt die Kunstsammlung Lausitz den Senftenberger Künstler mit einer Einzelausstellung.

„Kennzeichnend für sein Schaffen sind vor allem sein ausgeprägtes zeichnerisches Können, Experimentierfreude und Vielgestaltigkeit“, kommentiert sein Künstlerfreund und Kurator der Senftenberger Ausstellung, Bernd Gork. Martin Peitzberg gehörte zu den experimentierfreudigsten Künstlern der Region. Das angestrebte Kunststudium wurde dem ausgeprägtem Individualisten Anfang der 1970er-Jahre allerdings verwehrt. Als Volkskünstler gehörte er zu den Leistungsträgern der Lausitzer Amateurkunstszene, engagierte sich in Kunstzirkeln und stellte in der Region sowie in Gruppenausstellungen deutschland- und europaweit aus. Ab dem Jahr 1988 wurde Martin Peitzberg Teil der Senftenberger Ateliergemeinschaft „Der Hof“ um Bernd Gork, informiert Museumssprecherin Jenny Linke. trt