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| 01:01 Uhr

Lausitzer Kohle soll in die europäische Industrieroute

Hoyerswerda.. Das Lausitzer Bergbaumuseum Knappenrode könnte Bestandteil der europäischen Route der Industriekultur werden. Sybille von Danckelman

„Wir sind angefragt“ , erklärte Museumsleiterin Ute Baumgarten am Montagabend bei einer vom sächsischen Wirtschaftsminister Thomas Jurk initiierten Talkrunde in der Traditions-Stätte.
Das Bergbaumuseum soll neben der einst modernsten und größten Abraumförderbrücke der Welt, der F 60 in Lichterfeld, in die Route aufgenommen werden. Aus Deutschland sind bereits die Völklinger Hütte (Saarland) und die Zeche Zollverein (Nordrhein-Westfalen) Teil der Industrieroute. In England, der Wiege der industriellen Entwicklung, sind 20 Denkmale in der Länder übergreifenden Erlebnisstraße. Nun soll dort auch die Lausitzer Braunkohle eine Rolle spielen. Die mögliche Aufnahme sieht Ute Baumgarten als ein wichtiges Signal, als eine Art Gütezeichen. „Das wäre ein Beweis dafür, dass das Bergbaumuseum ein gutes Potenzial hat.“ Im eigenen Land gäbe es ja leider oft Zweifel, ob die Industriekultur überhaupt eine Zukunft hat, so Baumgarten.
Derzeit laufen vorbereitende Gespräche für die Aufnahme der Lausitzer Projekte. Standards wie eine funktionierende Gastronomie, eine einzigartige Architektur und Mehrsprachigkeit sind gefordert. Wenn alles klappt, „dann werden wir eine ganz andere Wahrnehmung haben“ , glaubt Museumschefin Baumgarten.
Einen Preis hat die fast hundertjährige Knappenroder Fabrik bereits eingeheimst: Das sächsische Industriemuseum hat gerade eine vom belgischen Königshaus gestiftete Auszeichnung bekommen. Die Lausitzer sind auch hier wieder mittendrin: Das Bergbaumuseum ist ja auch Teil des Industriemuseums.