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| 11:25 Uhr

Lausitzer Wetterrückblick Januar 2019
Schneemassen bringen endlich den Winter

 Schneemassen vom Sonntag haben zum Bau von Kunstwerken angeregt. Charlotte und Alina aus Lindenau präsentieren stolz ihren fertiggestellten Iglo.
Schneemassen vom Sonntag haben zum Bau von Kunstwerken angeregt. Charlotte und Alina aus Lindenau präsentieren stolz ihren fertiggestellten Iglo. FOTO: Rudolf Kupfer
Lindenau. Zu Beginn des zweiten Monats präsentiert sich die Lausitz nun eingeschneit. Der Januar ist wettermäßig dagegen ohne große Überraschungen geblieben. Von Rudolf Kupfer

Der Januar hatte nicht die ihm zustehende Rolle des Hochwinters mit anhaltender Kälte und einer geschlossenen Schneedecke übernommen. Bei ständig wolkenverhangenen Himmel sackten die Temperaturen nicht unter minus elf Grad ab. Schnee gab es nur stundenweise mit einer geringen Höhe von lediglich drei Zentimetern an wenigen Tagen.

„Unser Winterdienst war deshalb nur kurzzeitig im Einsatz“, resümiert Günter Kockro von der Agrargenossenschaft Großräschen. Das könnte sich aber in der nächsten Zeit ändern, wenn die Kältewelle, die Ende Januar in den USA herrschte, etwa drei Wochen später Europa heimsucht. Dieser Vorhersage folgen aber nicht alle Wetterfrösche der Region. Sie bauen stärker auf die Regeln, die mit Lichtmess (2. Februar) in Zusammenhang stehen: „Ist Lichtmess stürmisch und kalt, dann kommt der Frühling bald“ und „Lichtmess trüb, ist dem Bauern lieb.“ Für das Dürrejahr 2018 traf die Regel : „Wenn der Januar sehr milde, hat er spätes Frühjahr und heißen Sommer im Schilde“ ins Schwarze. Der Start im Jahr 2019 war ähnlich. Aber Gärtnermeister Dieter Georgie aus Lauchhammer ist sich sicher, dass kein Wetterjahr dem anderen gleicht. Die starken Niederschläge der letzten zwei Monate waren ein Segen für die Natur und sorgen für den nötigen Ausgleich.

Mit 93 Millimetern hatte Dr. Alexander Haußmann in Hörlitz die größte Niederschlagsmenge im Januar im Messbecher, das Doppelte der Norm. Außergewöhnlich waren die drei Wintergewitter. Die Bauernregel „Donner im Winter, viel Kälte dahinter“ traf allerdings nicht im vollen Umfang ein. Für Januar ungewöhnlich waren hingegen die großen Unterschiede der Niederschlagsmengen. Ausdruck dafür sind die von Wolfgang Sawade in Zinnitz bei Calau ermittelten 48 Millimeter. Sie liegen deutlich unter den Werten im Süden des OSL-Kreises.

 RUNDSCHAU-Wetterfrosch Rudolf Kupfer.
RUNDSCHAU-Wetterfrosch Rudolf Kupfer. FOTO: privat

Nach einem bisher schneearmen Winter in der Lausitz fielen am 3. Februar innerhalb weniger Stunden erhebliche Mengen der weißen Pracht. Bei leichtem Frost und Dauerschneefall wuchs die Höhe im Verlauf des Tages auf immerhin 14 Zentimeter in Lindenau an.