Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Deutschland einen Höchststand erreicht - trotz Teil-Lockdown seit Anfang November. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.679 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Der bisherige Rekordwert war am 20. November mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. In der Vorwoche waren es am Donnerstag 22.046 neue Fälle. Die Zahl der Todesfälle stieg über die Marke von 20.000. Das RKI verzeichnete am Donnerstag 440 neue Todesfälle binnen eines Tages. Am Vortag war mit 590 Toten ein Höchstwert gemeldet worden.
Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,99 (Vortag: 1,02). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Landkreise OSL und Bautzen verschärfen die Corona-Beschränkungen

Wegen der weiterhin hohen Infektionszahlen gibt es auch in der Lausitz und im Elbe-Elster-Land weitere Beschränkungen: Die Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Bautzen verschärfen in den nächsten Tagen ihre Corona-Regeln. Im Kreis Bautzen ist bereits ab Donnerstag ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der gesamten Öffentlichkeit Pflicht, sofern sich Menschen begegnen. Die Abgabe sowie das Trinken von Alkohol in der gesamten Öffentlichkeit ist verboten. Von 22 Uhr bis 6 Uhr gilt eine Ausgangssperre mit nur wenigen Ausnahmen, unter anderem für den Weg zur Arbeit sowie für die medizinische Versorgung.
Im OSL-Kreis gilt ab kommenden Montag, 14. Dezember, kreisweit eine Ausgangssperre zwischen 20 Uhr und 5 Uhr. Die Wohnung oder das Haus darf in dieser Zeit nur noch aus triftigem Grund verlassen werden, etwa bei Gefahr für Leib und Leben, für den Arbeitsweg oder den Lebensmittel-Einkauf. Außerdem gilt auch eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann.

Glättegefahr bei leichtem Frost in der Nacht und über den Tag

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) soll es am Donnerstag tagsüber Schneegriesel und Sprühregen geben. Bei Höchstwerten zwischen null und drei Grad bestehe außerdem eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass mancherorts der Sprühregen gefriert. Laut Meteorologen ist damit eine erhöhte Glättegefahr möglich.
Mit Glätte muss auch in der Nacht zu Freitag gerechnet werden. Dann soll es bei Tiefstwerten zwischen minus einen und minus drei Grad teils neblig-trüb werden und vereinzelt etwas Schnee geben. Lange liegen bleibt der aber nicht, denn schon am Freitag soll es bei ein bis vier Grad trocken werden.