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| 21:33 Uhr

Nach angekündigter Stellenstreichung
Gewerkschaft ruft zu Mahnwachen vor Vestas-Tor

 Am Dienstagabend hat die erste von insgesamt vier geplanten Mahnwachen der Gewerkschaft IG Bergbau-Chemie- Energie vor dem Tor von Vestas in Lauchhammer stattgefunden.
Am Dienstagabend hat die erste von insgesamt vier geplanten Mahnwachen der Gewerkschaft IG Bergbau-Chemie- Energie vor dem Tor von Vestas in Lauchhammer stattgefunden. FOTO: Mirko Sattler
Lauchhammer. Industriegewerkschaft IGBCE will Zeichen setzen und Solidarität demonstrieren. Stellenstreichung „nicht nachvollziehbar“.

Nachdem der weltweit größte Windkraftanlagen-Hersteller Vestas Ende September für sein Werk in Lauchhammer die Streichung von 500 Arbeitsplätzen angekündigt hat, ruft nun die Industriegewerkschaft Bergbau-Chemie-Energie (IGBCE) zu Protestaktionen vor dem Unternehmen auf. Am Dienstagabend hat bereits die erste von insgesamt vier geplanten Mahnwachen vor dem Tor von Vestas stattgefunden. Weitere Aktionen sind am 11., 14. und 17. Oktober jeweils ab 19 Uhr am Haupteingang zum Betriebsgelände geplant.

Über die von der dänischen Konzernspitze angekündigte Stellenstreichung zeigt sich die Gewerkschaft erschrocken. „Davon betroffen sind 330 Zeitarbeiter und 170 Leiharbeiter und Leiharbeiterinnen. Damit entfällt fast jeder zweite Arbeitsplatz am Standort Lauchhammer“, erklärt Gewerkschaftssekretärin Annika M. Helle. Die Entscheidung des Konzerns sei angesichts des Kohleausstiegs bis 2038 nicht nachvollziehbar. Gerade jetzt müsse die nachhaltige Stromerzeugung gesteigert werden, um den Strukturwandel in der Lausitz zu schaffen. „Nur zusammen mit den Beschäftigten ist Vestas weiterhin erfolgreich und kann Druck auf die Politik ausüben. Die Beschäftigten wollen sichere Arbeitsplätze mit einer fairen Bezahlung“, so Helle.

Die IGBCE-Mahnwachen sollen ein Zeichen setzen und sich solidarisch mit den Betroffenen zeigen.

(sam/cw)