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Abfall
Kompostieranlage soll Ende nächsten Jahres fertig sein

Lauchhammer. Die rund 1,7 Millionen Euro teure Kompostieranlage des Abfallentsorgungsverbandes (AEV) „Schwarze Elster“ mit Sitz in Lauchhammer soll Ende des kommenden Jahres pünktlich vor dem Start der flächendeckenden freiwilligen Einführung der Biotonne im Januar 2019 stehen. Wie Verbandsvorsteher Dr. Bernd Dutschmann informiert, werden die Genehmigungsunterlagen des für das auf dem Wertstoffhof in Freienhufen geplanten Projektes noch in diesem Monat beim Landesumweltamt in Cottbus eingereicht. Wenn die Genehmigung vorliegt, dann soll die Ausschreibung der Bauleistungen im Frühjahr erfolgen.

Der Abfallentsorgungsverband lässt künftig seine eingesammelten Bioabfälle aus ganz Elbe-Elster und dem Süden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz komplett in Freienhufen verwerten. Dort entsteht mit Rücksicht auf das Umfeld eine geschlossene Kompostierung. Die vorhandene Vergärung müsse nicht erweitert werden. „Deren Kapazität reicht aus“, sagt Bernd Dutschmann. In dieser Anlage wird bereits Methangas produziert, das in Elektroenergie und Wärme umgewandelt wird. Mit dem avisierten Start im Jahr 2019 werden dort die Bioabfälle von mehr als der Hälfte der Haushalte im Verbandsgebiet verarbeitet. Der Verband geht davon aus, dass sich wie im Biotonne-Testgebiet Gemeinde Schipkau und Stadt Großräschen mehr als 50 Prozent der Haushalte freiwillig für die Biotonne entscheiden. Das Einsammeln der Bioabfälle sei per Gesetz verordnete Pflicht.

(kw)