ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:40 Uhr

Kita-Planung in Lauchhammer
Lauchhammer ist gut aufgestellt bei Kitaplätzen

Lauchhammer. Die Stadt Lauchhammer hat ihre Kitaplanung für die kommenden fünf Jahre erarbeitet und sieht sich für die Herausforderungen gut gerüstet. Von Catrin Würz

Trotz schwankender Geburtenzahlen, wechselndem Bedarf bei den Hortbetreuungsplätzen und dem neu gestarteten beitragsfreien letzten Kita-Jahr, das vermutlich noch zusätzliche Nachfrage erzeugt: Die Stadt Lauchhammer sieht sich für die kommenden Jahre im Bereich der Kinderbetreuungsplätze gut gerüstet. Das geht aus dem gerade neu aufgestellten Kitaentwicklungsplan für die Jahre 2018 bis 2023 hervor. In dem Papier sind die Ergebnisse einer umfassenden Analyse und statistischen Betrachtung zur Bevölkerungsentwicklung in der Stadt verarbeitet.

Fazit dabei ist: In Lauchhammer kann für die kommenden fünf Jahre der Anspruch der Eltern auf Kitabetreuungsplätze sicher garantiert werden. Bei den Hortplätzen steigt der Bedarf in den kommenden Jahren dagegen leicht an. „Hier müssen wir die Bedarfsentwicklung beobachten und mit geeigneten Mitteln darauf reagieren“, sagt Lauchhammers Bürgermeister Roland Pohlenz (parteilos). Das sei zum neuen Schuljahr 2018/19 ja teils auch schon geschehen. So wurden die beiden Einrichtungen Kunos Horthaus und Kunos Waldclub zu einem gemeinsamen Hortbetreuungsangebot zusammengelegt und so mehr Plätze im Bereich der Waldschule geschaffen.

Insgesamt leben derzeit in der Stadt Lauchhammer rund 1320 Kinder im Alter von null bis zwölf Jahren (Stand 31. Dezember 2017). Davon werden gegenwärtig etwa 720 Kinder – also knapp 55 Prozent – in einer von den insgesamt 13 Kindertagesstätten oder Horthäusern betreut. Alle Kitas in den Lauchhammeraner Ortsteilen zusammen haben momentan eine Gesamtkapazität von 816 Plätzen – und damit knapp 100 Plätze über den gegenwärtigen Bedarf hinaus. Größere Überkapazitäten sind jedoch fast ausschließlich bei den Plätzen für drei- bis sechsjährige Kita-Kinder zu verzeichnen, während bei den Krippenkindern
(0 bis 3 Jahre) und den Hortkindern (6 bis 12 Jahre) die Kapazität nur wenig über dem tatsächlichen Bedarf liegt.

Doch in Kürze wird die Zahl der Kitaplätze in Lauchhammer ohnehin etwas schrumpfen. Denn wenn Mitte 2019 die Kita „Knirpsenland“ in Lauchammer-Mitte von ihrem jetzigen Standort in die dafür umgebaute und sanierte ehemalige Förderschule umziehen wird, wird die Gesamtkapazität der Kita-Plätze in der Stadt um 20 verringert. Ab dem zweiten Quartal 2019 stehen damit laut Kitaplanung 769 Betreuungsplätze im Stadtgebiet zur Verfügung.

Die Auslastungsquote der einzelnen Kindertageseinrichtungen ist recht unterschiedlich und reicht von 72 Prozent wie beim „Knirpsenland“ bis zu 100 Prozent Auslastung beim Öko-Kinderhaus Bummi und der Kita Bambi in Grünewalde. Die durchschnittliche Auslastung aller 13 Einrichtungen beträgt derzeit insgesamt 88 Prozent und ist in den vergangenen Jahren leicht angestiegen.