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Lauchhammer hält Verfall denkmalwerter Häuser auf

Wilfried Fuchs vom Bauunternehmen P & T Bauart aus Spremberg verschließt Fenster. Denkmalwerte leer stehende Gebäude der Wohnsiedlung Neustadt I in Lauchhammer werden derzeit gegen den weiteren Verfall gesichert.
Wilfried Fuchs vom Bauunternehmen P & T Bauart aus Spremberg verschließt Fenster. Denkmalwerte leer stehende Gebäude der Wohnsiedlung Neustadt I in Lauchhammer werden derzeit gegen den weiteren Verfall gesichert. FOTO: Mirko Sattler/sam1
Lauchhammer. Denkmalwerte Gebäude der Neustadt 1, der in den 50er-Jahren mit dem Aufbau der Großkokerei Lauchhammer errichteten Arbeiterwohnsiedlung, werden jetzt gegen den Verfall gesichert. Drei Wohn- und Geschäftshäuser an der Grünewalder Straße und am Eingang zum Platz der Solidarität sind der erste Baustein. Kathleen Weser

Die Dächer werden so hergestellt, dass sie dicht sind. Schornsteinköpfe werden je nach Zustand abgerissen oder saniert. Und die Fenster- und Tür öffnungen werden verschlossen, um die Häuser vor Vandalismus zu schützen. Das bestätigt Bürgermeister Roland Pohlenz (parteilos).

Die Wohnungen stehen derzeit leer und werden kurzfristig auch nicht bezugsfertig hergerichtet. Denn der Bedarf an Mietwohnraum in Mehrfamilienhäusern ist eher rückläufig. "Die Stadt Lauchhammer geht aber davon aus, dass diese das Ensemble der Siedlung maßgeblich prägenden Immobilien mit den Wohnungen und Geschäften dem Markt perspektivisch wieder zugeführt werden können", betont der Bürgermeister. Offen sei noch, ob durch den aktuellen Eigentümer oder neue Vermieter.

Am Platz der Solidarität wird zudem derzeit in privater Hand ein weiterer Wohnblock auf Vordermann gebracht. Das zentrumsnahe Wohnquartier wird schrittweise wieder belebt. Ein erklärtes Ziel im geförderten Stadtumbau ist es, die sowohl von der Architektur als auch in der Funktionalität anspruchsvolle Wohnsiedlung weitestgehend zu erhalten. Dass die Häuser an der Grünewalder Straße, am Platz der Solidarität und um die Wagnerstraße aufgewertet werden, ist auch eine Forderung des Fördergeldgebers.

Zum Thema:
In den ersten Jahren des Stadtumbaus, den die Stadt Lauchhammer angesichts eines dramatischen Einwohnerverlustes frühzeitig auf den Weg gebracht hatte, ist auch unstrukturiert abgerissen worden. Der weiter notwendige Rückbau konzentriert sich planerisch auch künftig auf die drei Neustädte. Dabei soll nun konsequent von den Siedlungsrändern nach innen abgerissen werden.