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| 10:53 Uhr

Senftenberg
Lange Haftstrafen für Vater-Sohn-Dealer

Insgesamt zehn Kilo Crystal Meth sollen Vater und Sohn aus Tschechien eingeführt haben.
Insgesamt zehn Kilo Crystal Meth sollen Vater und Sohn aus Tschechien eingeführt haben. FOTO: LR / Jan Augustin
Cottbus/Senftenberg. Ein Vater und sein Sohn aus Senftenberg sollen im großen Stil mit Crystal Meth gehandelt haben. Nun sind sie vom Landgericht in Cottbus zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Von Jan Augustin

Jeweils neun Jahre und sechs Monate Haft, so lautet das Urteil, das der Senftenberger Vater (62) und sein Sohn (29) am Mittwoch vor dem Landgericht entgegen nehmen mussten. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden die gefährliche Droge Crystal Meth kiloweise aus Tschechien nach Deutschland geschmuggelt und dann im Oberspreewald-Lausitz-Kreis verkauft haben.

Mit ihren Urteil entsprach das Gericht weitgehend den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Für den Vater fordert diese eine Gesamtfreiheitsstrafe von neun Jahren und sechs Monaten. Der Sohn sollte für zehn Jahre hinter Gitter. Die Verteidigung hatte auf jeweils eine Haftstrafe von neun Jahren plädiert.

Die Taten sollen immer gleich abgelaufen sein: Der Sohn sammelte die Bestellung ein und sorgte dafür, dass das Geld eintrudelt. Der Vater begab sich dann auf die Fahrt nach Tschechien. Hinter der Grenze kaufte er bei einem Asiaten auf einschlägigen Märkten die Drogen. In seinem Pkw versteckt, schmuggelte er das Crystal über die Grenze. In Senftenberg diente eine Garage als Drogenversteck.

Der Sohn kümmerte sich um die Verteilung. Einer der Abnehmer soll Sven M. gewesen sein, ein Senftenberger Drogendealer, der im Januar wegen gewerbsmäßigen Drogenhandels zu einer Rekord-Gesamtfreiheitsstrafe von zwölfeinhalb Jahren verurteilt worden war.