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| 12:25 Uhr

Neues Behördenhaus in der Kreisstadt?
Landrat will Ämterzentrum in Senftenbergs Mitte

Senftenberg. Die Kreisverwaltung in Senftenberg soll künftig nicht mehr an so vielen Stellen verteilt sein, sondern sich in der Stadtmitte konzentrieren. Diese Idee hat Oberspreewald-Lausitz-Landrat Siegurd Heinze (parteilos) im jüngsten Kreistag vorgestellt. Von Jan Augustin

Heinzes Wunsch: Die Kreisverwaltung zieht sich aus den Standorten in der Großenhainer Straße sowie in der Knappenstraße zurück und nutzt gemeinsam mit der Stadt Senftenberg eine Immobilie im Zentrum, die die Kommune erwirbt oder baut. Diesen Vorschlag habe er bereits vor zwei Jahre unterbreitet, jetzt solle er mit Leben gefüllt werden. „So geht es jedenfalls nicht weiter, dass wir an den verschiedensten Orten untergebracht sind“, sagt Heinze. Wenn das Vorhaben in Senftenberg nicht umsetzbar sei, „dann müssen wir uns vielleicht Gedanken machen, dass wir möglicherweise uns zu einem anderen Standort entwickeln müssen“. Der Landrat nennt Calau als Beispiel. „Und wenn es dort nicht gehen sollte, gibt es noch weitere Städte im OSL-Kreis, die sich das gut vorstellen können.“

Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) begrüßt das Vorhaben, den Verwaltungsstandort des Kreises in der Stadt zu stärken. Im Moment gebe es aber leider kein passendes kommunales Objekt in dieser Größenordnung. „Ich könnte mir aber sehr gut vorstellen, dass der Landkreis den Senftenberger Bahnhof erwirbt und diesen als Verwaltungsstandort zukunftsorientiert entwickelt. Die Stadt würde als Gegenleistung prüfen, welche städtischen Bereiche ebenfalls an diesen Standort ziehen könnten“, so Fredrich.

Die Mitarbeiterzahl der Kreisverwaltung steigt seit Jahren an – und das nicht nur im Bereich Asyl seit 2013, so Heinze. Wegen neuer gesetzlicher Vorgaben müssten immer mehr Mitarbeiter, insbesondere in den Jugend- und Sozialämtern, vorgehalten und eingestellt werden. Aktuell sind etwa 680 Mitarbeiter beim Landkreis angestellt.