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| 02:32 Uhr

Landrat hat doch politisches Gewicht

Leserbrief. Nach meinem Leserbrief vom 8. Juni zur B 196/B 96 erhielt ich einige Anrufe von Anwohnern und auch Kreistagsabgeordneten. Karl-Heinz BeyerGroßräschen

Einstimmiger Tenor war der Ärger über den neuen Vorstoß des Landratsamtes, nochmals vor Gericht zu ziehen. Den Kreistagsbeschluss vom Dezember 2015 zu dieser Thematik kannte ich nicht. Dabei hat der Landrat hauptsächlich folgende Aufgaben: Er ist Vorsitzender des Kreistags und Leiter der Kreisverwaltung. Er vertritt den Landkreis und ist hauptamtlicher Beamter auf Zeit.

Da der Landrat direkt von der Bürgerschaft gewählt wird, kommt ihm ein erhebliches politisches Gewicht zu. Obwohl er in erster Linie ausführendes Organ der Beschlüsse des Kreistages ist, kann der Landrat die Geschicke des Landkreises stark beeinflussen.

Er benötigt für eigene Initiativen oder zur Durchsetzung seiner politischen Ziele jedoch immer eine Mehrheit im Kreistag.

Da frage ich mich doch, was treibt einen Landrat an, solche Beschlüsse zu ignorieren, Steuergeld für Gerichtsverfahren zu verschleudern und auf Zeit zu spielen? Ist das Demokratie? Eine Einzelperson gegen seine Bürger, die ihn meist gewählt haben!

Was für mich auch sehr merkwürdig ist, wo sind eigentlich die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Bürgermeister der betroffenen Orte?

Ich bin zwar kein unmittelbar Betroffener, spüre die vielen Lkw hauptsächlich, wenn ich selbst mal auf der B96 oder B169 unterwegs bin.

Allen Betroffenen kann ich nur wünschen, das dieses Problem endlich mal geklärt wird und vor allem sollten sie sich das Verhalten der einzelnen Fraktionen im Kreistag genau einprägen, denn es kommen auch wieder Wahlen auch für den Landrat.