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| 17:52 Uhr

Landgericht Cottbus verurteilt Drogenhändler aus Senftenberg
Großdealer spart drei Jahre Haft

 Das Landgericht Cottbus hat am Freitag einen Senftenberger wegen Drogenhandels zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von acht Jahren und zehn Monaten verurteilt.
Das Landgericht Cottbus hat am Freitag einen Senftenberger wegen Drogenhandels zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von acht Jahren und zehn Monaten verurteilt. FOTO: LR / Jan Augustin
Cottbus. Wegen Drogenhandels im großen Stil hat das Landgericht Cottbus am Freitag einen Senftenberger zu einer Freiheitsstrafe von knapp neun Jahren verurteilt. Von Jan Augustin

Im Revisionsprozess gegen einen Senftenberger Drogendealer hat das Landgericht Cottbus am Freitag das Urteil gefällt. Es klingt hart, für den Verurteilten ist es aber ein Gewinn. Die Gesamtfreiheitsstrafe liegt nun bei acht Jahren und zehn Monaten. Vor gut einem Jahr war der heute 38-Jährige zu einer am Landgericht bisher noch nie ausgesprochenen Strafe von zwölfeinhalb Jahren verurteilt worden. Doch der Bundesgerichtshof hob das Urteil nach einer Revision der Verteidigung auf und wies es an eine andere Kammer am Landgericht zurück. Die Bundesrichter hatten eine „nicht tragfähige Beweiswürdigung“ gerügt. Unter anderem sei der Eigenverbrauch des damals stark drogenabhängigen Mannes nicht richtig bewertet worden.

Der Senftenberger Rechtsanwalt Armin Krahl ist „auf jeden Fall“ zufrieden mit dem Urteil. „Damit hätte ich nicht gerechnet“, erklärt er kurz nach Verhandlungsschluss. Sein Mandant sei erleichtert, dass der Prozess nun endlich beendet ist. Der Senftenberger sitzt seit seiner Festnahme vor knapp zwei Jahren in Untersuchungshaft und muss noch etwa fünf Monate im Gefängnis bleiben. Die 2. große Strafkammer um den Vorsitzenden Richter André Simon hat im Anschluss eine zweijährige Unterbringung im Maßregelvollzug angeordnet. Bewährt er sich dort und bleibt drogenfrei, halbiert sich die Strafe sogar.

Einsatzkräfte vom Spezialeinsatzkommando hatten den Senftenberger gestellt, als er 200 Gramm Crystal an einen Dealer aus Lübben verkaufte. Die Ermittler fanden kiloweise Drogen bei ihm, darunter 1,7 Kilo Crystal, 122 Gramm Kokain, 700 Gramm Haschisch und 738 LSD-Trips. In einem Keller entdeckten sie eine scharfe Pistole mit Schalldämpfer, Munition, eine Geldzählmaschine und 12 000 Euro.