ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:07 Uhr

Aus dem Landgericht
Angeklagter im Prügelprozess beurlaubt

Cottbus/Senftenberg. Einer der drei Angeklagten im Senftenberger Prügelprozess ist am Donnerstag vom Landgericht Cottbus beurlaubt worden.

Der Montagearbeiter war nicht zum Verhandlungstermin erschienen. „Er hat Angst, dass er seine Arbeit verliert“, erklärte Rechtsanwältin Maria Stein, die den Beurlaubungsantrag stellte. Nun soll am 16. März weiterverhandelt werden. Das Gericht will abwägen, ob er zu diesem Termin gegebenenfalls polizeilich vorgeführt werden muss. Laut Anklage wird dem Trio schwere räuberische Erpressung, gefährliche Körperverletzung und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Die zwei aus Lauchhammer stammenden angeklagten Frauen (25, 37) sowie der 40-jährige Montagearbeiter sollen gemeinsam mit einem gesondert verfolgten Mann einen Bekannten vor gut einem Jahr in einer Senftenberger Wohnung über zwei bis drei Stunden festgehalten und verprügelt haben. Das 28-jährige Opfer, das ein Verhältnis mit beiden Frauen hatte, musste notoperiert und seine Milz entfernt werden. Die Angeklagten gaben bereits zu, dass die Situation damals eskaliert war. Die Erpressung bestreiten sie indes. Die ältere der beiden Frauen hatte ausgesagt, in der Nacht vor der Tat mehrfach von dem 28-Jährigen geschlagen worden zu sein. Neben häuslicher Gewalt spielen Drogen in dem Fall eine Rolle.

(jag)