Von Daniel Roßbach

„Wir haben große Lust weiter an unserem Projekt zu arbeiten.“ Das sagt Lea Kerstan über die Forschungsarbeit, mit der sie und ihre Mitstreiterinnen beim Landeswettbewerb von Jugend forscht vertreten waren. Die Senftenbergerinnen hatten die Wärmespeicher-Eigenschaften von Zeolith-Gesteinsstrukturen erforscht.

„Das ist ja das aktuelle Thema schelchthin“, sagt auch der Senftenberger Chemie-Lehrer Rico Oelmann. Er freut sich besonders darüber, dass die jungen Forscherinnen sich mit einem Thema beschäftigt haben, dass „für die Region und die Gesellschaft insgesamt im Zug der Energiewende wichtig ist“. Nur folgerichtig ist da, dass Lea Kerstan, Lilli Rauhut und Nadine Reichelt mit dem Sonderpreis Klimaschutz ausgezeichnet wurden, den der Fonds der chemischen Industrie stiftet und mit 150 Euro dotiert.

Interesse über den Wettbewerb hinaus geweckt

Die Begeisterung der drei 15- und 17-Jährigen für ihr Thema ist aber nicht von ihrer Platzierung bei dem Wettbewerb abhängig – auch wenn sie mit einem zweiten Platz in ihrer Disziplin mehr als erfolgreich in der Konkurrenz waren. Schließlich ist es schon ein Erfolg, überhaupt in Schwarzheide dabei zu sein. Schülerinnen des Friedrich-Engels-Gymnasium gelang das zuletzt 2005.

Orthopädie-Studie aus Cottbus

In Schwarzheide durfte auch Felix Kühn vom Steenbeck-Gymnasium in Cottbus seine Arbeit präsentieren. Er hatte sich mit einem orthopädischen Thema befasst. Seine Untersuchung der Effektivität von Schuheinlagen wurde aber mit dem Sonderpreis „Innovation für Menschen mit Behinderung“ ausgezeichnet, für den es ebenfalls 150 Euro gibt.

Gern würde auch Kühn sich weiter mit seinem Thema beschäftigen. So gibt es an seinem Studienaufbau noch einiges Potential zur Verfeinerung, um noch belastbarere Ergebnisse zu erzielen. Doch dafür ist vorerst keine Zeit – denn am Freitag steht für den 17-Jährigen zunächst das Abi in Biologie an.

Spenden für zu langes Schlafen und Gluten-Test

Insgesamt 46 junge Menschen präsentierten am Mittwoch in Schwarzheide ihre Arbeiten in 32 Projekten. Zu den prämierten Projekten gehörte dabei auch eine App der Studentin Lilith Derlinger, die erfasst, wie lange man sich mit dem Aufstehen Zeit lässt, und für jedes Verzögern des Weckers eine Spende an eine selbst-gewählte gemeinnützige Organisation fällig werden lässt. Die Potsdamerin Janika Müller entwickelt ein tragbares System, Lebensmittel auf Gluten zu testen, mit dem etwa in Restaurants Unverträglichkeiten vermieden werden sollen.

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Senftenberg/Schwarzheide

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