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| 13:37 Uhr

Nach den Geruchs-Attacken
Landesbehörde verbietet stinkendes Molke-Lager in Biehlen

Molke von Sachsenmilch aus Leppersdorf und Reste aus der Biogasanlage Brieske sind in zwei offenen Behältern nahe Biehlen verrührt und dann auf die Felder gebracht worden. Der Gestank hat die Anwohner verzweifeln lassen.
Molke von Sachsenmilch aus Leppersdorf und Reste aus der Biogasanlage Brieske sind in zwei offenen Behältern nahe Biehlen verrührt und dann auf die Felder gebracht worden. Der Gestank hat die Anwohner verzweifeln lassen. FOTO: LR / Jan Augustin
Biehlen. Der Gestank von Molke, der die Bewohner des kleinen Dorfes Biehlen bei Senftenberg in diesem Sommer oft über Tage zum Erbrechen gereizt hat, hat ein Ende. Von Jan Augustin

Das Brandenburger Landesumweltamt hat der Agrargenossenschaft „Elsterland“ in Biehlen mit einer Stilllegungsverfügung „die Lagerung von mehr als 100 Tonnen Molkereiprodukten und anderen nicht gefährlichen Abfällen“ jetzt untersagt. Das bestätigt Behördensprecher Thomas Frey. Außerdem seien das Lagern und Einmischen von Molkereiprodukten unter 100 Tonnen in offenen Behältern unzulässig. „Die Agrargenossenschaft kann also weiterhin arbeiten“, betont Thomas Frey. Auch der Einsatz der Molke als Dünger auf den Feldern sei möglich, „da derzeit nicht bestätigt werden kann, dass der starke Geruch bei der Ausbringung entsteht“. Die Situation werde aber weiter beobachtet und die Einhaltung der Verfügung mit unangekündigten Vor-Ort-Terminen kontrolliert.

Da die Lieferung der Molkereiprodukte bisher auch nachts stattfand, geht das Landesumweltamt davon allerdings aus, dass solche Vor-Ort-Kontrollen nicht immer die Gesamtsituation widerspiegeln können. „Auf erneute Geruchsbeschwerden wird das Amt sofort reagieren“, sichert Thomas Frey zu.

Das Gemisch aus Molke aus dem Unternehmen Sachsenmilch in Leppersdorf und Resten aus der Biogasanlage in Brieske war illegal gelagert worden.

Anwohner und Beschwerdeführer Enrico Lietze (l.) hat sich von den beiden Betriebsleitern der Biehlener Agrargenossenschaft, Georg Ruffen und Dennis Kattusch (r.), die Zusammensetzung erklären lassen. Im Behälter im Hintergrund wurde bislang die richtige Mischung aus Biogasgülle und Molke angerührt, zwischengelagert und dann auf die Felder gebracht. Das Lagern ist jetzt untersagt worden.
Anwohner und Beschwerdeführer Enrico Lietze (l.) hat sich von den beiden Betriebsleitern der Biehlener Agrargenossenschaft, Georg Ruffen und Dennis Kattusch (r.), die Zusammensetzung erklären lassen. Im Behälter im Hintergrund wurde bislang die richtige Mischung aus Biogasgülle und Molke angerührt, zwischengelagert und dann auf die Felder gebracht. Das Lagern ist jetzt untersagt worden. FOTO: LR / Jan Augustin