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| 17:24 Uhr

Gefahrenlage nach Rutschung
Verkehrsbehörde sperrt kompletten Senftenberger See

Nun doch: Seit Freitagnachmittag ist der Senftenberger See voll gesperrt.
Nun doch: Seit Freitagnachmittag ist der Senftenberger See voll gesperrt. FOTO: LR / Verena Ufer
Senftenberg. Nun also doch: Das Landesamt für Bauen und Verkehr hat am Freitagnachmittag den kompletten Senftenberger See gesperrt. Von Jan Augustin

Nach der Rutschung an der Insel im Senftenberger See am Donnerstag vor einer Woche hat das Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) am Freitagnachmittag den kompletten Senftenberger See bis auf Weiteres voll gesperrt. Das bestätigt der Präsident des Landesbergamtes, Hans-Georg Thiem. Aufgrund des „außergewöhnlichen Niedrigwasserstandes“ von 97,93 Metern über Normalhöhennull und der bestehenden Gefahrenlage fand am Freitag unter Leitung des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe eine Abstimmung der zuständigen Behörden und der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) zur weiteren Vorgehensweise statt.

„Im Ergebnis wurde festgelegt, dass der Senftenberger See für die Schifffahrt bis auf weiteres trotz Betonnung durch das Landesamt für Bauen und Verkehr ab sofort voll gesperrt wird“, so Thiem. Durch die Wasserbehörde des Oberpreewald-Lausitz-Kreises ist jegliche Nutzung untersagt worden. Dazu zählen beispielsweise das Baden, Tauchen oder das Schöpfen mit Handgefäßen.

In der nächsten Woche sollen die weiteren geotechnischen Bewertungen des Sachverständigen vorliegen, auf deren Basis über die weiteren erforderlichen Maßnahmen entschieden werden soll. „Die eingeleiteten vorübergehenden Sperrmaßnahmen können ab dem Seewasserstand von 98,3 Metern wieder aufgehoben werden“, so Thiem. Erfahrungsgemäß könne davon ausgegangen werden, dass der See im kommenden Jahr zu Saisonbeginn wieder diesen Wasserstand erreicht.

„Die Entscheidung der Behörden, bis auf Weiteres den Senftenberger See sofort für jegliche Nutzung zu sperren, ist richtig und nachvollziehbar. Ich appelliere an unsere Bürgerinnen und Bürger, die Festlegungen und Hinweise der Behörden zu beachten“, teilt OSL-Landrat Siegurd Heinze (parteilos) mit. Es gelte nun, neben den erforderlichen Sicherungsmaßnahmen, auch Maßnahmen herbeizuführen, die den Wasserspiegel des Sees auf einen Stand bekommen, der eine Nutzung des Gewässers wieder zulässt.