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Lärmschutz
Zwei stationäre Blitzer für Allmosen im Gespräch

An Tempo 30 halten sich Auto- und Lasterfahrer in Allmosen nicht immer. Der Landkreis denkt über zwei stationäre Blitzer nach.
An Tempo 30 halten sich Auto- und Lasterfahrer in Allmosen nicht immer. Der Landkreis denkt über zwei stationäre Blitzer nach. FOTO: Jan Augustin / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Allmosen. Die Ortsumfahrung bleibt Favorit – wann sie kommt, ist offen. Bis dahin soll das Tempo auf der B 169 öfter kontrolliert werden.

Nachdem Ende September die Ortsdurchfahrt mit einem ruhigeren Asphalt wieder freigegeben worden ist, können die Allmosener nun noch auf zwei stationäre Blitzer hoffen. Das bestätigte Landrat Siegurd Heinze (parteilos) in der jüngsten Kreistags-Sitzung in Schwarzheide. Einen Blitzer angekündigt hatte zuletzt auch der Spree-Neiße-Kreis für Klein Oßnig. Aus beiden Orten hatten Anwohner für mehr Lärmschutz geklagt. Obwohl das Cottbuser Verwaltungsgericht den Klägern recht gab und die deutlich überhöhte Lärmbelästigung in den Ortsdurchfahrten auf der B 169 feststellte, lehnt der Spree-Neiße-Kreis nun weitere verkehrsrechtliche Maßnahmen ab. Ein Lkw-Verbot führe dazu, dass der Ausweichverkehr zu hohen Belastungen in anderen Orten führen würde. Den Schwerlastverkehr auf die Autobahnen A 13 und A 15 zu verlagern, so die Kreisbehörde, sei unmöglich.

Der Oberspreewald-Lausitz-Kreis hatte indes Widerspruch gegen das Lärmschutz-Urteil eingelegt. Einen neuen Stand zum Klageverfahren am Oberverwaltungsgericht gibt es noch nicht, teilt Heinze weiter mit. Neben weiteren passiven Lärmschutzmaßnahmen sei die Ortsumfahrung das oberste Ziel für Allmosen. Das Land muss bauen, und wenn es das Land nicht kann, dann ein anderer, so Heinze: „Ich bin der Auffassung, dass das Ziel der Ortsumfahrung forciert werden muss.“ Wann eine derartige Straße gebaut wird, kann er nicht sagen. „Wir sollten in dieser Zeit die Geschwindigkeits-Überwachung intensivieren und möglicherweise zwei stationäre Blitzer einrichten“, sagt Heinze. „Wir werden versuchen, so viel wie möglich auf den Weg zu bringen“, versichert der Verwaltungschef.

Nach den Bauarbeiten war die Ortsdurchfahrt in Allmosen Ende September wieder für den Verkehr freigegeben worden. Einwohner genossen die zwei ruhigen Monate während der Bauarbeiten und feierten Straßenfeste. Dass die Ortsdurchfahrt nun wieder schick aussieht, sei schön – es gibt aber auch Stimmen, die den neuen Asphalt als Trostpflaster bezeichnen. Die Sanierung der Fahrbahn, der Bau einer neuen Straßenentwässerung sowie die Herstellung von Geh- und Radwegen kosteten das Land rund eine Million Euro.