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| 21:05 Uhr

Die zweite Spielzeithälfte des Sommers hat begonnen
Lachen, Tanzen, Amüsieren im Amphitheater

Andreas Stanicki ist bereits im elften Jahr der Organisatorische Leiter im Amphitheater am Senftenberger See. Der Spielzeit-Mix trägt seine Handschrift.
Andreas Stanicki ist bereits im elften Jahr der Organisatorische Leiter im Amphitheater am Senftenberger See. Der Spielzeit-Mix trägt seine Handschrift. FOTO: LR / Catrin Würz
Senftenberg/Großkoschen. Mit mehr als 70 Veranstaltungen ist die diesjährige Spielzeit im Amphitheater am Senftenberger See eine der längsten der letzten Jahre. Zur Halbzeit ist Organisations-Chef Andreas Stanicki bislang sehr zufrieden mit der Publikumsresonanz. Doch er sagt auch: „Das Beste kommt noch!“ Von Catrin Würz

Drei Abende hintereinander ein krachend volles Haus und Fans, die schon am Vormittag den Eingang belagern, um am Abend auch wirklich in der ersten Reihe sitzen zu können: Angelo Kelly & Family haben Anfang Juli mit ihrem Konzert „Irish Summer“ bislang alle Rekorde im Amphitheater am Senftenberger See gebrochen. „Drei ausverkaufte Vorstellungen hintereinander – das hat außer dem Kulturregen e.V. mit seinen Inszenierungen und der Hexe Baba Jaga mit Zauberei hier noch überhaupt niemand geschafft“, scherzt Andreas Stanicki. Der Organisatorische Leiter für das Amphitheater am Senftenberger See war selbst ein bisschen von dem Riesenansturm auf die Kelly-Tickets überrascht. Stanicki zeichnet seit inzwischen elf Spielzeiten für die Kulturhöhepunkte am Ufer des Sees verantwortlich und hat ein gutes Gespür dafür entwickelt, welche Erwartungen und Wünsche die Senftenberger selbst und die Urlaubsgäste an eine schöne Sommersaison unter dem weißen Dach des Freiluft-Kulturtempels haben. „Unser Rezept heißt: Vielseitigkeit“, sagt der 69-Jährige, für den es nun die letzte Spielzeit am Seestrand sein wird. Ob für Großeltern oder Enkel, für Comedy- oder Komödien-Liebhaber, für Fans von Ostrock oder Kultrock, für Schlagerfreunde und Fans der hauseigenen Neue-Bühne-Schlagerette  - für jeden sollte etwas dabei sein. Freilich darf das Programm passend zum Freiluftflair ruhig auch etwas leichter und lockerer sein. Auf diese Weise lockt das Amphitheater seit vielen Jahren jährlich immer weit über 25 000 Zuschauer an.

Und genau diese bunte Abwechslung verspricht auch die zweite Spielzeit-Hälfte im Amphitheater am Senftenberger See. Vom kommenden Wochenende an bis zum traditionellen „Zapfenstreich“ mit Südbrandenburger Musikvereinen am 9. September wird von jetzt an fast jeden Tag - bis auf wenige Montage oder Mittwoche - ein Gastspiel auf der Bühne am Seeufer zu erleben sein. „Und zweimal steht auch noch unsere Theater-Eigenproduktion „MS Madagaskar - Auf zu neuen Ufern“ am 23. und 24. August auf dem Spielplan“, kündigt Andreas Stanicki an. Wer das bisher verpasst hat, sollte diese letzten Gelegenheiten nutzen. Denn für das kommende Jahr ist eine neue Inszenierung des Senftenberger Theaters Neue Bühne für die Spielstätte am See im Plan: Brechts Dreigroschenoper.

Stets ein Publikumsmagnet sind im Amphitheater die Gastspiele des Boulevardtheaters Dresden. „Vor zehn Jahren fing mit einem ersten Gastspiel der Hexe Baba Jaga alles an. Seitdem hat sich eine sehr intensive Zusammenarbeit mit dem Dresdner Haus entwickelt“, sagt Stanicki. Seit dem Start 2008 gab es keine einzige Spielzeit ohne mehrfache Baba Jaga-Vorstellungen. Die letzte Hexenvorstellung für 2018 findet just am heutigen Donnerstag, 19. Juli, ab 19.30 Uhr im Amphitheater statt. Aber außer mit dem russischen Kultmärchen gastiert das Boulevardtheater alljährlich auch mit Musicals wie „Die Fete endet nie“ (6./7. August) und mit seinen frivolen Komödien wie „Herr Doktor, die Kanüle klemmt“ (1./2. August) oder „Herr Pastor, Ihre Kutte rutscht“ (23./24. Juli) am Senftenberger See. Neu in diesem Jahr kommt auch noch „Herr Lehrer, Fräulein Lustig schwänzt“ hinzu - mit gleich drei Vorstellungen am 12., 13. und 14. August.

Gehört zu den Geheimtipps von Andreas Stanicki: Die Frauenband „Medlz“ bringt ihr neues Programm „Heimspiel“ mit an den See.
Gehört zu den Geheimtipps von Andreas Stanicki: Die Frauenband „Medlz“ bringt ihr neues Programm „Heimspiel“ mit an den See. FOTO: Amphitheater am Senftenberger Se / Robert Jentzsch

Fester Bestandteil der Open-Air-Saison sind Konzerte erstklassiger Tribut-Bands, die eine Hommage an internationale Pop- und Rocklegenden liefern. Für die kommenden Wochen stehen zum Beispiel mit der „Central Park Band“ noch ein Tribut an Simon & Garfunkel (26. Juli), Abba Fever am 31. August sowie ein Doppelkonzert von „Night Fever“ als Hommage an die Bee Gees (16./17. August) auf dem Programm. Letztere Band kommt bereits zum achten Mal nach Großkoschen. „Beim ersten Konzert waren 2011 kaum 190 Besucher da. Wie gut die drei Musiker sind, sprach sich dann aber schnell herum und es kamen immer mehr Bee Gees-Fans zu uns. Und heute spielen sie zwei ausverkaufte Konzerte am See“, erzählt Andreas Stanicki begeistert.

Einen Klangrausch verspricht das World Percussion Ensemble für den 27. Juli mit der Verschmelzung von Rhythmen aus Afrika, Asien und Lateinamerika.
Einen Klangrausch verspricht das World Percussion Ensemble für den 27. Juli mit der Verschmelzung von Rhythmen aus Afrika, Asien und Lateinamerika. FOTO: Amphitheater Senftenberger See / Christian Melzer

Zu seinen persönlichen Geheimtipps der zweiten Spielzeithälfte gehört auch noch die A-Cappella-Damenband „Medlz“, die am 28. Juli ihr neues Programm „Heimspiel“ präsentiert. Deutsches Liedgut im weitesten Sinn ist darin verarbeitet; Lieder von Robert Schumann bis Rio Reiser sind zu hören. „Und die Musikerinnen sind dazu noch eine Augenweide“, sagt der Amphi-Organisations-Chef augenzwinkernd. Er freut sich zudem besonders auf die Hommage an Manfred Krug, die langjährige Freunde und Kollegen des verstorbenen Schauspielers am 1. September auf die Amphi-Bühne bringen wollen. Mit dabei sind Uschi Brüning, Krugs Tatort-Partner Charles Brauer ebenso wie Tochter Fanny und Thomas Putensen. Andreas Stanicki: „Das wird einer der Höhepunkte des Sommers.“